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Einladung

Becker: „Wir sind die Perle des Rurtals“

Ausstellung im Bergfried zeigt Exponate zur Geschichte des „Luftkurortes Wassenberg“ und der „Gewerbe in Wassenberg“. Von Johannes Bindels

Die Stadt Wassenberg und der Heimatverein Wassenberg ziehen an einem Strang – wenn es um die Steigerung der Attraktivität der Lebensqualität in der Stadt geht. Bürgermeister Manfred Winkens (CDU) und der Vorsitzende des Heimatvereins Wassenberg, Sepp Becker, eröffneten eine interessante Ausstellung im Bergfried zur Geschichte des „Luftkurortes Wassenberg“ und der „Gewerbe in Wassenberg“.

Volkszeitung aus dem Jahr 1901

„Wassenberg war damals schon schön“, lautete einer der einleitenden Sätze von Sepp Becker. Und in diesem Satz ist intendiert, dass es auch heute noch so sei. Seit 120 Jahren besteht der Heimatverein, 1897 gegründet von Bürgern, unter ihnen eine Reihe von Gewerbetreibenden und ansässigen Unternehmern. Zunächst agierte der Verein als „Stadt-Verschönerungsverein“, aus dem sich dann über den „Verkehrs- und Verschönerungsverein“ der Heimatverein mit seinen geschichtlichen Bezügen entwickelte.

Auf einer Infotafel wird aus der Ausgabe 59, Jahrgang 1901, der Heinsberger Volkszeitung zitiert: Wassenberg wird statistisch aufgelistet mit 1050 Einwohner, unter anderem mit einer mechanischen Seidenweberei mit 350 Arbeitern, drei Ziegeleien mit einem Ringofen und 60 Mitarbeitern, einem Forstkulturbetrieb mit 24 Mitarbeitern, acht bedeutenden Viehhandlungen und als Luftkurort mit Fremdenbesuchen von rund 12 000 Gästen pro Jahr.

Der Anspruch, eine schöne Stadt zu sein, sei mit der Absicht verbunden gewesen, damit zu werben, betonte Becker. Wenn ein Ort attraktive Plätze und Parkanlagen vorweisen konnte, dann durfte er sich „Luftkurort“ nennen, erläuterte Becker in seiner Einführung. Gemalte Ansichten der Stadt von Jean Grothe, der zur Düsseldorfer Schule gehörte, einer Gruppe von Malern, die im 19. Jahrhundert an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildet worden war, wurden als kolorierte Postkarten vertrieben, informierte Becker. Vergrößerungen dieser vor dem ersten Weltkrieg entstandenen Postkarten sind Bestandteil der Ausstellung. „Kolorierte Postkarten waren damals eine Seltenheit“, stellte der Vorsitzende heraus. Was früher schön war, sei auch heute noch schön, lautete das Fazit von Sepp Becker. Er fasste seine Einschätzung in dem Slogan zusammen: „Wir sind die Perle des Rurtals“.

Manfred Winkens (l.) und Sepp Becker im Gespräch über das Werbemittel „kolorierte Postkarten“ aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg zum Thema „Luftkurort Wassenberg“ im Bergfried.
Manfred Winkens (l.) und Sepp Becker im Gespräch über das Werbemittel „kolorierte Postkarten“ aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg zum Thema „Luftkurort Wassenberg“ im Bergfried.

Weiterer Schwerpunkt

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellungsschau im Rahmen des 120-jährigen Bestehens des Heimatvereins ist dem Thema „Gewerbe in Wassenberg“ gewidmet. Von der Seidenweberei Krahnen & Gobbers über die Bong‘schen Mahlwerke Rosenthal, Familienunternehmen wie Wwe. Jakob Flesch (Kinotheater-Betreiber), Heinrich Essers Seidenweberei bis hin zu den heutigen Wassenberger Werkstätten und der Rollendruckerei Kraft-Schlötels schlug Sepp Becker einen Bogen mit den exemplarisch benannten Firmen und erwähnte die wechselvolle Geschichte dieser Unternehmen in den vergangenen 120 Jahren. Auf zwei Etagen im Bergfried waren zu diesem Themenschwerpunkt Fotografien ausgestellt. Auf Stellwänden ausgestellt hatte Heimatforscher Franz-Josef Breuer Fotos und Texte zu den Bong‘schen Mahlwerken Rosenthal.

Interessante Details: Heimatforscher und Ehrenbürger Franz-Josef Breuer erläutert anhand seiner umfangreichen Foto- und Textsammlung die geschichtliche Entwicklung von Unternehmen wie den Bong‘schen Mahlwerken Rosenthal. Fotos: Johannes Bindels
Interessante Details: Heimatforscher und Ehrenbürger Franz-Josef Breuer erläutert anhand seiner umfangreichen Foto- und Textsammlung die geschichtliche Entwicklung von Unternehmen wie den Bong‘schen Mahlwerken Rosenthal. Fotos: Johannes Bindels

Auf den drei Etagen der Ausstellung machten sich viele Besucher vertraut mit bekannten und unbekannten Fakten und kamen miteinander ins Gespräch. Zuvor hatte Winkens allen Beteiligten für das große Engagement und ihren Einsatz im Namen der Verwaltung und des Rates gedankt.

HVZ vom 10.10.2017

Geschäfts- und Spendenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:  
Kreissparkasse Heinsberg ● IBAN DE03 3125 1220 0002 2043 60 ●  BIC WELADED1ERK

Fahrtenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:
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