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Sänger: Karl Lieck

Jüdischer Friedhof an der Roermonder Straße wird unter Denkmalschutz gestellt. Anfänge der Gemeinde reichen bis ins Mittelalter zurück.

Wassenberg. Der jüdische Friedhof in Wassenberg an der Roermonder Straße (gegenüber dem Rathaus) wird unter Denkmalschutz gestellt. Dafür hat sich einstimmig der Kulturausschuss des Wassenberger Stadtrates ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr hatte eine Kommission des Rheinischen Amtes für Denkmalschutz den Friedhof besucht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass er ein Baudenkmal im Sinne des Landesgesetzes und bedeutend für Wassenberg ist.

Wie aus dem Buch „Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen“ von Elfi Pracht hervorgeht, reichen die Ursprünge der kleinen jüdischen Gemeinde von Wassenberg bis ins Mittelalter zurück. Der in Köln wohnende Alexander von Wassenberg zählte 1321 zu den Gläubigern von St. Andreas. Der heutige Wassenberg Stadtpark, eine im 19. Jahrhundert kultivierte Waldlandschaft, hieß von alters her Judenbruch. 

Möglicherweise hat Vinzenz von Moers 1450 den Wassenberger Juden das Gelände für viel Geld verpachtet. Seit 1324 ist die Bezeichnung Judenbruch überliefert. Möglicherweise befand sich im Judenbruch auch der erste jüdische Begräbnisplatz.

Die jüdische Gemeinde Wassenbergs war immer recht klein und umfasste auch im 19. Jahrhundert nicht mehr als 40 Personen. 1867 wurde eine Synagoge errichtet, die 1938 niedergebrannt wurde. 1688 wurde der Friedhof Roermonder Straße angelegt, damals noch vor den Toren der Stadt. Die letzte Bestattung fand wohl 1933 statt. 1939 erwarb die Gemeinde Wassenberg den Friedhof und gab ihn 1953 bis auf ein Reststück an die Jewish Trust Corporation zurück.

Alte Grabsteinreihen auf dem gepflegten und idyllischen jüdischen Friedhof in Wassenberg an der Roermonder Straße. Foto: W.Erdweg

Der Friedhof liegt leicht erhöht über der Straße und ist zu dieser durch ein Mäuerchen mit Portalpfeilern, die ein altes Eingangstor mit neugotischen Motiven rahmen, eingefriedet. Dahinter erreicht man über mehrere Stufen eine Rasenfläche.

Die erhaltenen Grabsteine sind in zwei bis drei Reihen längs einer gedachten Mittelachse aufgestellt. Es handelt sich um 17 Steine, von denen einige noch dem 19. Jahrhundert angehören. Die jüngste Bestattung ist wohl jene von Eva Heumann, gestorben 10. Februar 1933. 

Außerdem sind etwas abseits der Steine ein Gedenkstein der Stadt Wassenberg (Inschrift: „Friedhof der Jüdischen Gemeinde Wassenberg/Synagoge der Jüdischen Gemeinde Wassenberg, zerstört 10. November 1938“) und ein Grab-/Gedenkstein, den der nach Kanada emigrierte Walter Reis 1992 für seine in Bergen-Belsen ermordete Schwester Betty und seine Großeltern Jacob und Johanna Hertz stiftete (Bildhauer: Ernst Brockschneider), aufgestellt.

Walter Reis' Name wurde nach seinem Tod 2005 zugefügt. Der Stein steht im Schatten eines Kanadischen Ahorns, der auf dem Grundstück von Walter Reis in Kanada gewachsen ist.

Dr. Marco Kieser vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege, auf dessen Gutachten unser Text beruht, stellt abschließend fest: „Die Parzelle überliefert den Ort des seit dem 17. Jahrhundert belegten jüdischen Friedhofs von Wassenberg und dessen Bestattungen. Sie ist bedeutend für Wassenberg. Der Charakter als Friedhof ist angemessen gestaltet und anschaulich erhalten. Die Erhaltung der Parzelle, der Grabsteine und der Gedenksteine als Friedhof und Gedenkstätte liegt aus wissenschaftlichen, hier orts- und kulturgeschichtlichen Gründen, im öffentlichen Interesse.“ 

Aus dem Wassenberger Kulturausschuss heraus wurde angeregt, auch den dem jüdischen Friedhof benachbarten evangelischen Friedhof unter Denkmalschutz zu stellen sowie eventuell auch die Reste des Bunkers auf dem Burgberg, denn in der Eifel etwa gälten auch solche Befestigungswerke aus dem letzten Krieg als denkmalwert. (wer)

 


Ahorn Zeichen der Versöhnung

Heinsberger Zeitung  Fr, 12. Nov. 2004  Seite 6

Das Bäumchen stammt aus dem Garten von Walter Reis, der den Holocaust überlebt hat und jetzt in Kanada lebt. Von Betty-Reis-Schülern gepflanzt.

Wassenberg. Ein kleiner Ahorn-Baum auf dem jüdischen Friedhof bildet seit dem 10. November 2004 eine weitere Brücke zwischen Wassenberg und Kanada, dem Wohnort von Walter Reis, einziger überlebender des Holocaust auch in Wassenberg. Dieser 66. Gedenktag, der an das Niederbrennen der Wassenberger Synagoge im Jahre 1938 erinnert, bleibt ein besonderer Gedenktag.

Die Klasse 8.3 der Betty-Reis-Gesamtschule – auch „Ahorn“-Klasse genannt – pflanzte mit vereinten Kräften in unmittelbarer Nähe des Grabsteines der Familie Reis den kleinen Baum, der aus dem Garten von Walter Reis in Kanada stammt. Barbara Kaiser, die frühere Didaktische Leiterin der Betty-Reis-Gesamtschule, brachte ihn im September 2001, wenige Tage nach dem Terror-Angriff auf New York, von einer Besuchsreise bei Familie Reis mit nach Wassenberg. In ihrem Garten bekam der Setzling Wurzeln, schlug aus und bildete die typischen Ahorn-Blätter, die auch in der Nationalflagge Kanadas zu sehen sind. 

Zusammen mit ihrem Lehrer Sepp Becker und Karl-Heinz Geiser vom Heimatverein Wassenberg gruben die kräftigsten Jungen der Klasse das Pflanzenloch im harten Wiesengrund. Das Bäumchen soll hier zum Baum werden und zusammen mit den vielen kleinen Steinen auf dem Grabstein der Familie Reis ein bleibendes Zeichen der Erinnerung und des Friedens sein. 

Gedenkstätte 

Im Anschluss an die Pflanzung besuchten die Schüler und Schülerinnen die Gedenkstätte in der Synagogengasse, in der eine Tafel an den Standort der am 10. November 1938 niedergebrannten Synagoge erinnert. Die endgültige Sicherung des Mauerrestes und die Gestaltung einer Erinnerungsstätte ist das besondere Anliegen von Bürgern der Stadt Wassenberg, die besorgt sind nach dem Abbruch zahlreicher Häuser als Folge von Bergschäden im Vorjahr. Karl-Heinz Geiser erinnerte bei diesem Gedenken an die Ereignisse des 10. November 1938, als auch Schulkinder an die rauchenden Trümmer geführt wurden, um ihnen das Auslöschen der jüdischer Mitbürger und ihres kleinen Bethauses zu demonstrieren. 

Mit der Klasse 8.3. kamen am gleichen Tag noch mehrere Klassen der Betty-Reis-Gesamtschule zum Gedenktag in die Synagogengasse. (k.kli.)

 

Karl Lieck aus Wassenberg schickte Walter Reis (Reece), dem älteren Bruder von Betty Reis, Anfang 2002 ein Exemplar der von ihm herausgegebenen Plattdeutschgeschichten. „Zwischen uns begann ein reger freundschaftlicher Schriftverkehr, wobei ich spürte, dass Walter sich gerne an seine Kindheit in Wassenberg erinnerte“, so Karl Lieck, der Wassenberg aktuell gerne den Brief von Walter Reis aus Kanada vom 5. März 2002 zur Verfügung stellt:

„Lieber Herr Lieck,

Sie machten mir eine große Freude mit Ihrem Buch „Plattdütsch en et Wasseberjer Lank“. Da mein Elternhaus in der Brühl war, machte mir die Erzählung von Käthe Stolz-Theissen besondere Freude.

Der Bruder von Käthe, Theo und der Bruder von Jupp Pickartz, Ludwig, waren meine Spielgefährten in der Brühl. Käthe sagt es richtig, wie wir als Kinder vor der Nazizeit spielten: „Die Kenger spellde met oss un wir li-epen doa all enn un uut.“

Bei gutem Wetter spielten wir Jungen Fußball auf der Landstraße und im Winter liefen wir Schlittschuh auf dem Gondelweiher oder im Judenbruch. Wir kannten kaum einen Unterschied zwischen uns jüdischen Kindern und unseren katholischen Nachbarn. Es war natürlich für uns, dass wir zu Weihnachten Weihnachtslieder mit unseren Nachbarn sangen und die Kinder Matzen von uns zu Ostern bekamen.

Mir fällt ein Vorfall ein, der, wie ich glaube, in Ihr Buch passen dürfte: Meine Schwester Betty und ich gingen in die evangelische Volksschule. Da kamen auch mehrere Kinder von kleinen Dörfern wie Krickelberg, Vogelsang usw. in unsere Schule.

Ich war vielleicht schon im 5. oder 6. Schulgrad, als nach Ostern neuer Zuwachs in die Schule kam. Da bekamen wir ein kleines Mädchen aus einem der Dörfer, das überhaupt kein Hochdeutsch sprechen konnte. Unser Lehrer war nett zu dem Kind und sprach zu dem Mädchen freundlich, denn ich glaube, es hatte Angst. Als der Lehrer das Mädchen fragte „Was möchtest Du denn gerne tun?“ war die Antwort „Müllke stu-ete!“

Ich und die anderen Schüler, die gut Plattdeutsch sprachen, wussten nicht, was Müllke stu-ete heißt, und der Lehrer überhaupt nicht. Dies wurde dann von anderen Kindern aus den Dörfern übersetzt und ich glaube, der Lehrer sagte: „Das dürfen wir in der Schule nicht. Jedoch es ist sehr nett, dass Du dies sagst.“

Nach all den Jahren habe ich dies nicht vergessen und Ihr Buch brachte diesen Vorfall wieder gut in meine Erinnerung. ..................

.................und völl Jrööß ut Pickering to Wasseberch, Walter Reece.“

 

Erinnerungen an Familie Reis

Walter Reis (1920 — 2005) übermittelte seinem Freund Alex Salm aus Wegberg, mit dem er als Kind zusammen Hebräisch lernte, 1999 ein Tonband mit seinen Kjndheits- und Jugenderinnerungen. Er schildert unter anderem, wie seine Familie in der Nazi-Zeit immer mehr in große Not geriet.

Daran erinnert sich auch Karl Lieck: „Unsere Familie wohnte seit 1935 in der Oberstadt am Stadtrain, zuvor in der Brühl. Dort lebte auch die jüdische Familie Reis. Ich erinnere mich, dass der Vater von Walter und Betty Reis - Wilhelm Reis - in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg als Hausierer regelmäßig mit seinem Fahrrad zu uns kam. Ein großer Korb war geüllt mit Schnürsenkeln, Gummiband und sonstiger ‚Winkelsware‘, die er feilbot. Viel konnte er als Hausierer bestimmt nicht verdienen, aber die Not trieb ihn dazu.

Nachbarn unterstützten die Familie heimlich

Daneben hatte die Familie Reis, wie Walter Reis berichtet, einen großen Garten, so dass seine Mutter einiges Obst und Gemüse an einen Obsthändler, bei dem sie früher Kunde war, verkaufen konnte. Aber auch liebe Nachbarn unterstützten sie heimlich, wie mir Käthe Stolz, geb. Theißen, sagte.“

Aus Krefeld ins ländliche Wassenberg

Walter Reis erklärt in seinem Bericht: „Wir waren sehr arm um die Zeit!“ Aus gewiss glücklicheren Tagen schrieb Walter Reis im Jahr 2002 an Karl Lieck. Seine Großmutter Johanna Hertz, geborene Roosen, stammte aus Krefeld. Als sie Ende 1870 von der Großstadt Krefeld in das ländlich-bäuerliche Wassenberg kam, schrieb sie ein Gedicht über ihre neue Heimat:

Wassenberg

Und regnet es in Wassenberg, dann gibt es auch viel Wasser.

Und regnet es in Wassenberg, dann ist es auch viel nasser

als in der Stadt, wo Trottoir (Bürgersteig) und schöne Pflaster sind.

Hier plasteret für gewöhnlich nur die Kuh, das Kalb, das Rind.

Und was das für ein Pflaster ist, das malt ihr gar nicht aus.

Denn fällt man drin, so bringt man gleich die Landschaft mit nach Haus. 

 

(Karl Lieck)


 

Walter Reis: Weihnachts-Geschichten aus der Kinderzeit in Wassenberg

Wie selbstverständlich das Zusammenleben der jüdischen Mitbürger mit den übrigen Bewohnern Wassenbergs vor der Nazizeit war, mag der Brief verdeutlichen, den der einstige „Bröhler Jong“ Walter Reis einmal vor Weihnachten an die Familie von Karl Lieck schrieb:

„Meine Schwester Betty und ich und unser Vetter Heinz Hertz gingen in Wassenberg in die evangelische Volksschule. Wochen vor Weihnachten wurden dann die Weihnachtslieder in der Schule geübt und bis heute kenne ich noch die meisten - und oft mit allen Strophen. Einige Tage vor Weihnachten gingen wir Jungens in einen kleinen Wald bei der Eisenbahnlinie und suchten uns den besten Baum aus. Nach dem Absägen des Baumes trugen wir den großen Tannenbaum auf unseren Schultern zu der evangelischen Kirche.

Wir sangen dann Weihnachtslieder und die Leute kamen aus den Häusern heraus und hörten uns zu. Dann wurde der Baum aufgestellt und die Mädchen kamen dann auch und halfen beim Beschmücken des Baumes, Damals war das mit Kerzen, die dann am Weihnachtsabend den Tannenbaum beleuchteten. Der Tannenbaum reichte fast bis an die Decke der kleinen Kirche.

Am Heiligen Abend gingen wie alle dann, auch die jüdischen Kinder, in die Kirche und sangen begeistert die Weihnachtslieder, Ich weiß noch, dass ich den Blasebalg an der Orgel mit dem Fuß bediente, weil der Lehrer die Weihnachtslieder spielte. Nach der Feier wurden wir Kinder beschenkt. Oft bekamen die evangelischen Kinder ein Gebetbuch oder ein religiöses Liederbuch. Wir drei jüdischen Kinder bekamen ein anderes Buch oder eine Süßigkeit.

Am Weihnachtstag besuchten wir dann manche Nachbarhäuser. Man ließ uns in die gute Stube, wo der Weihnachtsbaum stand. Wir sangen Weihnachtslieder und erhielten Plätzchen und Süßigkeiten. Es war Sitte, dass man zuerst zu den älteren Nachbarn ging.

Wir zu Hause hatten keinen Weihnachtsbaum, denn wir feierten Hanukah, was meistens um die selbe Zeit wie Weihnachten war. Wir zündeten dann die Hanukah-Kerzen an: Am ersten Feiertag nur eine, bis dann am achten Tag acht Kerzen. Ich erinnere mich, dass mein Vetter Heinz, Theo Jansen und ich versuchten, die Kerzen so lange wie möglich brennen zu lassen. Das waren oft viele Kerzen, denn mein Vater‚ mein Onkel Karl Heitz (Hertze Karl genannt), Heinz und ich - alle hatten unsere eigenen Hanukah-Kerzen. Unsere Kinderkerzen waren nicht auf einer Menorah, sondern auf einfachen Bleileuchtern. Als wir mit dem letztem Flackern der Kerzen spielten, schmolz das Blei und brannte den Holztisch an. Natürlich war das das Ende unseres Spielens mit den Kerzen.

Als wir zehn, zwölf Jahre alt waren, war der feste Glaube an den Zinter Kloas nicht mehr da. Wenn er dann die Brühlstraße herunter kam mit dem schwarzen Peter, liefen wir frechen Buben ihm nach und riefen „Zinter Kloas hält Jeetebeen!“ Dann sprangen wir über den Wassergraben, so dass uns der schwarze Peter nicht fangen sollte. Hans Jansens Sprung war zu kurz und er kam mit einem Fuß in den Wassergraben, jedoch er entkam dem schwarzen Peter.

Völl Jrööß van Pickering nach Wasseberch, Ihre Ellen und Walter Reece.“

 

Walter Reis - Kindheit und Jugend

Schon seit Beginn des 14. Jahrhunderts lebten in Wassenberg jüdische Mitbürger.

Das Zusammenleben war durch wiederholte Repressalien und Verfolgungen nicht immer unproblematisch, doch waren sie stets in das kleinstädtische Leben Wassenbergs integriert.

Dies änderte sich radikal durch die Gewaltherrschaft der Nazis, die nur wenige Wassenberger Juden überlebten.

Die Arbeitsgemeinschaft „Jüdisches Leben“ befasst sich mit dem Schicksal unserer jüdischen Mitbürger, damit es nicht in Vergessenheit gerät und uns eine Mahnung zu Toleranz und Nächstenliebe bleibt.

Karl Lieck

 

Gedenktafel am Waldfriedhof
Gedenktafel am Waldfriedhof

 

Nur noch wenige Spuren jüdischen Lebens in Wassenberg

Im Heimatverein Wassenberg ist ein Arbeitskreis aktiv, der die Spurensuche ehemaligen „jüdischen Lebens“ betreibt. Der Verdienst der Mitglieder zur Aufklärung spiegelt sich auch wider in der Broschüre „Historischer Altstadtrundweg“ der Stadt Wassenberg. So gehören die Standorte der ehemaligen Synagoge wie des jüdischen Friedhofs als Stationen zum historischen Altstadtrundweg.

„In Wassenberg gibt es heute keine jüdischen Mitbürger mehr. Die meisten Wassenberger Juden sind in Konzentrationslagern umgekommen. Betty Reis, unsere Wassenberger ,Anne Frank‘, ist im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet worden“, beschreibt Sepp Becker, Vorsitzender des Heimatvereins Wassenberg, den „Früher und Heute-Zustand“ am Beispiel der Familie Reis. Mit dem Namen Reis kann exemplarisch das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger in Wassenberg aufgezeigt werden.

Das Buch „Wassenberg – Geschichte eines Lebensraumes“ von Heribert Heinrichs widmet der Autor „dem Andenken des ermordeten jüdischen Wassenberger Mädchens Betty Reis, stellvertretend für die Vernichtung der jüdischen Mitbürger Wassenbergs“.

Auf Seite 423 bis 432 beschreibt er jüdisches Leben, von den Anfängen (beurkundet 1321) bis zu den letzten Lebenszeichen um 1942 und was aus der kleinen jüdischen Gemeinde wurde, die 1937 genau 27 Mitglieder stark war. Sowohl Heinrichs wie auch Karl Lieck in der Broschüre „Walter Reis – Kindheit und Jugend“ stützen sich auf Tonbandprotokolle von Walter Reis (1920–2005), dem Bruder von Betty Reis. Walter Reis überlebte als einziger seiner Familie den Holocaust.

Das ehemalige Wohnhauses der Familie Reis. Repro/Foto: Bindels

Wer sich auf die Spurensuche des ehemaligen jüdischen Lebens begibt, findet nur noch wenige Anhaltspunkte. Selbst das Wohnhaus der Familie Reis (In der Brühl/ Brühlstraße 40) wurde vor einigen Jahren abgerissen. So ist der jüdische Friedhof gegenüber dem neuen Rathaus zumindest ein Wegweiser in Bezug auf die Namen der jüdischen Familien, die in Wassenberg gelebt haben.

An der Stelle des ehemaligen Wohnhauses der Familie Reis (links) existiert heute nur noch eine Baulücke. Repro/Foto: Bindels

Die Familie Reis (Vater Willy Reis, 1880-1944; Mutter Else Reis, geborene Hertz, 1882-1944, Betty und Walter) war verwandt mit der Familie Hertz. Else Reis‘ Bruder, Karl Hertz (1886-1938), kam schon im Mai 1938 im KZ Sachsenhausen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Ein weiterer Bruder, Max Hertz (1883- 1984), überlebte im KZ Theresienstadt und wurde zu seinem 100. Geburtstag (1983)von der Stadt Wassenberg durch den damaligen Ortsvorsteher Karl-Heinz Geiser in München geehrt.

Weitere Familiennamen, die auch auf den Grabsteinen zu finden sind, sind die der Familie Jakob und Sarah Heumann (1854-1944) sowie der ihrer Töchter Berta (1888-1944) und Adele (1891-1944), die neben dem Roßtor (ehemals im Haus 246) lebten und ein Hutgeschäft führten. Simon Heuman, Textilkaufmann, lebte mit seiner Familie an der Ecke Roermonderstraße/Synagogengasse.

Neben dem Friedhof ist die Synagoge, die im Zuge der „Kristallnacht-Ereignisse“ zerstört wurde, zumindest mit ihrem ehemaligen Standort (Synagogengasse) sicher zu benennen. Zeitzeugen haben eine Zeichnung gefertigt. In seinem Buch „Die Synagoge in Wassenberg“ beschreibt Dr. Paul Gotzen allerdings ein denkbar anderes Aussehen. Heute weist eine Tafel an den Mauerresten in der Synagogengasse auf den ehemaligen Standort hin.

In der Broschüre von Walter Reis „Kindheit und Jugend“ lässt das Tonbandprotokoll den Leser die Zeit nachempfinden, in der von den Alltagssorgen, der Isolation der Kinder Walter und Betty, der Angst und der Erwerbslosigkeit des Vaters Willy ab 1933 in der Familie Reis berichtet wird.

„In Wassenberg ist gerade mit der Nachbarschaftshilfe Zivilcourage gezeigt worden, die der Familie Reis das Überleben sichern half“, erklärt Sepp Becker. Kurz bevor die Familie Reis in die KZ-Lager verbracht wurde, habe Else Reis als Dank für die langen Jahre der Unterstützung eine „Schiller-Ausgabe“ den Nachbarn überreicht. Als Widmung hatte sie geschrieben: „Allen Nachbarn möchte ich zum Andenken an gute Nachbarschaft eine Freude machen. So auch dir Theo. Frau Reis am 15. Mai 1941“. Das Buch ist im Wassenberger Rathaus in einer Vitrine ausgestellt. (jb)

 


 

Letztes sichtbares Zeichen jüdischen Lebens abgerissen

Haus Reis in Wassenberg schon seit langem baufällig. Schicksal des Gebäudes beginnt mit Jakob Hertz aus Gangelt.

Von Karin Klimmeck

Wassenberg. Mit dem schrittweisen Abbruch des Hauses Reis in der Brühlstraße geht das letzte sichtbare Zeichen jüdischen Lebens in Wassenberg zu Ende. Die behördliche Genehmigung wegen Baufälligkeit lag schon einige Zeit vor. Das Schicksal des Hauses Reis in Wassenberg beginnt mit Jakob Hertz aus Gangelt, der mit seiner Ehefrau Johanna Hertz, die aus Krefeld stammt, nach Wassenberg zog. 1881 hatten die beiden geheiratet. Sie wohnten in der Wassenberger Brühlstraße neben Josef Hertz, der später nach Gladbach übersiedelte. Die Söhne Max und Karl hatten eine Schwester namens Else, die spätere Mutter von Walter und Betty Reis. Der Vater Willi Reis stammte aus Frankfurt. Walter und Betty besuchten die evangelische Volksschule, damals in Wassenberg-Süd. Walter gelang noch im Frühjahr 1939 die Ausreise über Holland nach England und später nach Kanada. Hier verstarb er im Sommer vor zwei Jahren, seine Urne ruht im Grab seiner Großeltern auf dem jüdischen Friedhof in Wassenberg. Seine Frau Ellen hatte sie mit behördlicher Genehmigung im Flugzeug nach Wassenberg gebracht, um den letzten Wunsch ihres Mannes zu erfüllen. An seine Schwester erinnert der Name der „Betty-Reis-Gesamtschule“, die in ihrem Hauptgebäude und auf dem Gräberfeld in der ehemaligen Konzentrationsanlage Bergen-Belsen einen „geteilten“ Gedenkstein aufstellen ließ, der ein Stück lebendiges Erinnern bleiben wird.

Mit dem schrittweisen Abbruch des ehemaligen Wohnhauses der jüdischen Familie Reis wurde wegen Baufälligkeit mit behördlicher Genehmigung begonnen. Das Wohnhaus stammte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Foto: Walter Brehl

Walter Reis und kürzlich noch einmal seine Witwe Ellen Reis aus Kanada besuchten des öfteren das Geburts- und Wohnhaus der Familie in der Brühlstraße. Max Hertz, der Onkel der beiden Reis-Kinder, verstarb im Alter von 101 Jahren an seinem Wohnort bei München. 

Karl Hertz, der Bruder und Onkel, kam schon früh in einem Konzentrationslager um. „Auf der Flucht erschossen“ lautete die lapidare Mitteilung an seine Familie. Willy und Else Reis, geb. Hertz, kamen im Konzentrationslager Auschwitz um. Eine sichtbare Erinnerung ist der Gedenkstein auf dem Judenfriedhof in der Roermonderstraße.

 

Dem Vorschlag des Heimatvereins, im kommenden Jahr im Gedenken an Wassenberger Opfer des Nationalsozialismus auf Gehwegen sogenannte Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig zu verlegen, folgte der Kultur- und Sportausschuss im Rat der Stadt Wassenberg in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. 

27 jüdische Mitbürger habe es in Wassenberg gegeben. „Von 24 wissen wir, dass sie tot sind oder deportiert wurden”, erläuterte Sepp Becker, Vorsitzender des Heimatvereins, in der Sitzung. Die Benennung der Gesamtschule nach Betty Reis sei gut, aber es habe ja auch noch andere betroffene Familien gegeben. So habe er erst kürzlich durch Zeitzeugen von einer Ukrainerin erfahren, die in Wassenberg gelebt habe und wegen angeblicher Sabotage erhängt worden sei.

Mit den knapp zehn mal zehn Zentimeter großen Steinen mit Inschrift auf einer darauf befindlichen Messingplatte werde ermordeten Opfern des Nationalsozialismus gedacht, nicht nur jüdischen Mitbürgern, sondern auch Sinti und Roma sowie anderen politisch und religiös Verfolgten oder Euthanasieopfern, hatte Becker in seinem Antrag auf Genehmigung des Projekts geschrieben. 

„Mit den bisher etwa 25.000 in Europa verlegten Stolperseinen ist das größte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Europa entstanden.” In Deutschland befänden sich bereits in etwa 600 Kommunen solche Steine. Im Kreis Heinsberg ist Erkelenz eine davon. Wassenberg habe mit der Namensgebung für die Betty-Reis-Gesamtschule bereits ein Zeichen gesetzt, so Becker weiter. 

Die Stolpersteine, die durch Spenden finanziert werden sollen, seien eine sinnvolle Ergänzung, um diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Ein erster Stein ist auf dem Gehweg vor dem Geburtshaus von Betty Reis geplant”, erklärte er und wünschte sich eine Einbindung der nach ihr benannten Gesamtschule in diese Aktion. 

Auch am Wassenberger Roßtor hätten einige Bürger gelebt, wo dann künftig auch Stolpersteine verlegt werden könnten.

 

 


 

Steine erinnern an ein trauriges Schicksal

Anna Petra Thomas, Heinsberger Zeitung vom 18.12.2011

 

„Thomas Merbecks kniet auf dem Roßtorplatz. Vorsichtig nimmt er mehrere rote Ziegel aus dem Belag heraus und passt an dieser Stelle einen von drei grauen Steinquadern mit gold glänzendem Messingbelag ein.

«Wie hoch sollen die denn rausstehen?», fragt er in die Runde. «Ebenerdig», kommt von links die Antwort. «Ich dachte nur, weil die doch Stolpersteine heißen?», sagt er und macht sich mit Hammer und Meißel an die Arbeit. 

Zusammen mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig hat der Bauhofmitarbeiter auf dem Wassenberger Roßtorplatz vor zwei Häusern je drei dieser Steine verlegt, weitere vier zwischen dem grauen Plattenbelag vor der Hausnummer 40 an der Brühlstraße. «Pflastern ist mein Job», meint er. «Aber diese Situation hier ist schon besonders der traurige Anlass. Wenn man daran denkt, das ist nicht so schön.»

Während er mit dem Künstler zusammen alle drei Steine in den vorhandenen Klinkerbelag einpasst, erinnert Bürgermeister Manfred Winkens an die Entstehungsgeschichte der Aktion. Sie sei vom Heimatverein und von der SPD vorgeschlagen worden, erklärt er. Alle Fraktionen im Rat trugen sie mit und stifteten einen Stein, Bündnis 90/Die Grünen sogar drei. Einen tat die Betty-Reis-Gesamtschule hinzu, einen der Heimatverein und einen Werner Ahlers. 

Zehn Steine konnten so in einer ersten Aktion in Wassenberg verlegt werden für zehn der zu Zeiten des Nationalsozialismus insgesamt 27 dem Heimatverein bekannten jüdischen Mitbürger. Diese zehn wurden nachweislich deportiert und vom NS-Regime getötet. Gemeinsam mit Dr. Ludger Hermann, Dr. Wolfgang Feix und Waltraud Kurth hat Vorsitzender Sepp Becker die erste Stolperstein-Aktion in Wassenberg vorbereitet und konnte auch an jedem Ort etwas erzählen über die Menschen, die dort lebten. 

Die ersten drei Steine wurden in der Nähe des Alten Rathauses, an der ehemaligen Löffelstraße verlegt für Bernhard, Sibilla und Arthur Kaufmann, in unmittelbarer Nähe des Roßtores dann weitere drei für Wilhelmine Heumann und ihre beiden Töchter Berta und Adele, die in Wassenberg bekannte Hutmacherinnen waren, wie Becker zu berichten wusste. Letzte Station der ersten Stolperstein-Aktion in Wassenberg war die Brühlstraße. Hier vor dem ehemaligen Haus Nummer 40 verlegten Merbecks und Demnig weitere vier Steine: für Willi und Else Reis sowie deren Tochter Betty, die Namensgeberin der Wassenberger Gesamtschule ist, und Elses Bruder Karl. 

Fünftklässlerin Pia Sch. trug währenddessen ein Gedicht von Heribert Heinrichs vor, das Betty Reis gewidmet ist. Sie wurde am 15. Juli 1921 in Wassenberg geboren, am 15. Juni 1942 nach Sobibor deportiert. Über Auschwitz kam sie nach Bergen-Belsen, wo sie 1944 ermordet wurde. Schüler eines Geschichtskurses stellten an der Brühlstraße die wichtigen Lebensdaten der Menschen vor, denen die Stolpersteine gewidmet sind. 

«Bei uns in der Schule ist dies immer ein Thema, von der fünf bis in die 13», berichtete Yvonne M. und begrüßte es, dass durch diese Aktion die Geschichte der Wassenberger Juden in der Stadt insgesamt stärker wahrgenommen werde. «Die Geschichte darf nicht verdrängt werden. Sie muss auch in den Köpfen der heutigen Jugend bleiben», betonte sie. «Hier kann man sie jetzt überall sehen, wenn es im Boden golden glänzt.» Mit dem Wetter, das sei schade, blickte sie in dunkle Wolken und starken Regen. «Obwohl es irgendwie passt. Es ist ja auch grauenhaft, was diesen Menschen geschehen ist!» 

Schulleiter Heinrich Spiegel dankte allen Schülern, die trotz des schlechten Wetters nach dem Unterricht an der Aktion teilgenommen hatten. Das Haus der Familie Reis sei zwar mittlerweile abgerissen worden, erzählte er. Die Betty-Reis-Gesamtschule sei aber im Besitz der alten Hausnummer 40, die an diesem Haus gehangen habe. Und diese werde jetzt einen gebührenden Platz in der Schule erhalten. 

 

Akte als Dokument grausamer Akribie

Im Rahmen der Stolperstein-Aktion in Wassenberg überreichte Dr. Wolfgang Feix je eine Kopie der Akte «Verwaltung das dem Reich verfallenen Grundstücks Wassenberg, Am Roßtor 44» aus dem Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (BR 1380) an den Heimatvereinsvorsitzenden Sepp Becker und an Gesamtschulleiter Heinrich Spiegel. 

Die Akte über die Familie Heumann, die von 1942 bis 1949 geführt wurde und mit der nach Recherche von Feix mindestens 50 Personen befasst waren, «legt Zeugnis davon ab, in welcher Art und Weise deutsche Beamte und Angestellte minutiös und akribisch an der Erfüllung des Programms der Hitlerfaschisten zu Vernichtung jüdischer Mitbürger gnadenlos auf der Basis der extra geschaffenen Rechtsvorschriften mitwirkten», so Feix.“ 

 


 33 Stolpersteine verlegt

Andreas Speen, Rheinische Post vom 15.12.2011

Wassenberg/Erkelenz. Unter großer Anteilnahme sind in Erkelenz und Wassenberg Stolpersteine verlegt worden. Damit wird jüdischer Mitbürger gedacht, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und getötet worden sind. 

In Erkelenz wurden 23 Stolpersteine verlegt, in Wassenberg weitere zehn. Künftig erinnern die Messingsteine an Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft deportiert und getötet worden sind. Der Kölner Künstler Gunter Demnig, der in seiner Heimatstadt bereits mehr als 1400 und europaweit 33 000 Stolpersteine verlegt hat, war gestern zuerst in Erkelenz und anschließend in Wassenberg. Er sagte: "Ich freue mich, dass immer neue Orte, neue Steine hinzukommen."

80 jüdische Mitbürger lebten in Hochzeiten in der Erkelenzer Innenstadt. Das war 1905. 1941 waren es noch 17. In einem Projekt widmeten sich 22 Schüler der achten und zehnten Klasse der Hauptschule am Zehnthofweg den deportierten Menschen und deren Geschichte. Weitere zehn Schulklassen beteiligten sich an dem Projekt durch Patenschaften für jeweils einen Stolperstein. Sponsoren finanzierten die weiteren Steine, die in Erkelenz jetzt in den Gehwegen vor den Häusern an der Burgstraße 12, Kölner Straße 4, Aachener Straße 5, Wilhelmstraße 18 und am Johannismarkt 1 und 4 liegen. Begleitet wurden die Schüler, die im Wahl-Pflicht-Unterricht auch den jüdischen Friedhof an der Neusser Straße pflegen, von Lehrer Josef Adams, Schulseelsorgerin Maria Bubenitschek und Historiker Hubert Rütten.

Gestern trugen die Schüler an jeder Station Gedanken und Texte über die Verstorbenen vor. "Ich habe ein brennendes Interesse bei den Schülern verspürt", sagte Josef Adams. So bekomme die Geschichte ein Gesicht, "und es ist ein wichtiges Zeichen gegen den immer wieder aufflammenden Rechtsextremismus gesetzt worden". Eine Fortsetzung des Projekts kann sich die Erkelenzer Hauptschule vorstellen. Zu solchem Engagement sagte der Künstler Gunter Demnig: "Was mir besondere Freude macht, ist das Interesse der Jugendlichen an dieser Thematik."

Das wünschen sich die Schüler

Angehörige der früheren Erkelenzer Mitbürger und Zeitzeugen wie Eva Weyl erlebten das Verlegen der Steine gestern mit, andere wollen sich die Stolpersteine später anschauen. Ihre Hoffnungen, was die Steine in den Köpfen und Herzen der Menschen bewirken, erläuterten die Schüler. "Wie gut, dass es die Steine gibt, die die Namen der Menschen ins Gedächtnis rufen", sagte eine Schülerin, eine andere erklärte: "Wir wenden uns damit auch gegen Menschen, die heutzutage nicht tolerant sind." Dass die Bürger künftig "einen Moment innehalten und die Inschrift lesen", ist ein gemeinsamer Wunsch der Erkelenzer Schüler gewesen.

Erinnerung an

Vier Stolpersteine hatte es in Erkelenz auf der Kölner Straße schon gegeben. Die neuen Steine erinnern an Karolina Hirsch, Ernestine Marcus, Joseph und Cilly Hes, Berthold, Heinz, Hans Günther und Sibilla Katz, Klara und Helene Leyens, Ernst und Johanna Weinberg, Juliana, Hans und Henriette Moll, Leopold und Erna Leyens, Grete Rosenstein, Mathilde, Max, Henriette und Alfred Rubens und Johanna Lowitz.

In Wassenberg wird an Bernhard, Sibilla und Arthur Kaufmann, Wilhelmine, Berta und Adele Heumann sowie Willi, Else und Betty Reis und Karl Hertz erinnert.

Quelle: RP

 

Liste der Stolpersteine in Wassenberg (Wikipedia)

Geschäfts-, Fahrten- und Spendenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:  
Kreissparkasse Heinsberg ● IBAN DE03 3125 1220 0002 2043 60 ●  BIC WELADED1ERK