Oktober 2017
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Sänger: Karl Lieck
Herrliche Sicht auf das Wassenberger Land, die Rurebene und den Meinweg bietet sich von der Aussichtsplattform des Bergfrieds. An den kommenden Sonntagen ab 14 Uhr stehen im Bergfried wieder Heimatvereinsmitglieder zu Erläuterungen bereit. FOTO: Stadt Wassenberg
Herrliche Sicht auf das Wassenberger Land, die Rurebene und den Meinweg bietet sich von der Aussichtsplattform des Bergfrieds. An den kommenden Sonntagen ab 14 Uhr stehen im Bergfried wieder Heimatvereinsmitglieder zu Erläuterungen bereit. FOTO: Stadt Wassenberg

Im November feiert der als "Verschönerungsverein" gegründete Wassenberger Heimatverein sein 120-jähriges Bestehen. Dazu ist eine Ausstellung im Bergfried geplant. Dessen barrierefreien Zugang begrüßte die Mitgliederversammlung. Von Willi Spichartz

2017 ist ein besonderes Jahr für den Heimatverein Wassenberg: Am Samstag, 4. November, feiert er in der Gesamtschule sein 120-jähriges Bestehen, das ihn zum ältesten Verein dieser Art in der Region macht. Aber vielleicht noch wichtiger: Am Sonntag, 23. April, wird mit einem Fest die Inbetriebnahme der Aufzüge am Bergfried der Burg begangen, die nun auch Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern den "Aufstieg" auf das markanteste Bauwerk der Stadt ermöglichen. Bei der Organisation des Festes ist der Heimatverein dabei.

Das hörten rund 100 Mitglieder des Vereins aus dem Mund des Vorsitzenden Sepp Becker, der damit ein gutes Fünftel der Gefolgschaft im Lokal "Zur Rennbahn" begrüßen konnte. Eingeschrieben sind derzeit 470 Mitglieder mit positiver Entwicklung - 500 sind das Ziel für das laufende Jubiläumsjahr.

Dass der Wassenberger Heimatverein aber auch eine Menge leistet, für die Mitglieder und die Stadt, ging aus den Berichten des Vorsitzenden und der Abteilungsleiter hervor. Allgemeine Heiterkeit erzielte Kassiererin Agnes Basten, als sie die Jahreszinsen für zwei Sparbücher auf zusammen 61 Cent beziffern musste. Guter Bestand und hervorragende Kassenführung bescheinigte Prüferin Maria Hasert - die Entlastung der Kassiererin erfolgte einstimmig.

Für das Jubiläumsjahr vereinbarte der für die "Plattdütsch-Oavende" verantwortliche Walter Bienen mit den Partner-Heimatvereinen Erkelenz und Wegberg den nächsten gemeinsamen Termin für Freitag, 23. Juni, in Wassenberg. Die Zuhörerzahl von gewöhnlich 200 Menschen dürfte auch dann wieder erreicht werden.

Rad- und Wandertouren von Walter Brehl und Leo Stassny fanden 2016 breite Resonanz, wobei die "Grünkohlwanderung" sich mit 90 Teilnehmern zum absoluten Hit entwickelt hat. Die Viertagestour nach Leipzig musste die Verantwortliche Waltraud Kurth ob des großen Andrangs gleich zweimal anbieten. 2017 geht's nach Hildesheim, wo der verstorbene Heimatforscher Heribert Heinrichs als Professor wirkte und wo er auch beerdigt ist.

Der Bergfried der Burg entwickelt sich laut Sepp Becker immer mehr zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt, mehrere Ausstellungen des Vereins seien dort schon abgelaufen. Weitere sind bereits terminiert, darunter eine für den Herbst, die Bilder und andere Exponate aus der 120-jährigen Geschichte des Heimatvereins zeigen wird, der als "Verschönerungsverein" 1897 von einigen Honoratioren ins Leben gerufen wurde, um Wassenberg mehr Anziehungskraft zu verleihen. Dazu beigetragen hat auch der 2012 verstorbene Heimatforscher und Ehrenbürger Wassenbergs, Hans Heidemanns, nach dem, so der Wille und Antrag des Heimatvereins an die Stadt, eine Straße benannt werden soll. Am Samstag enthüllt der Heimatverein Am Buir eine Gedenktafel für Heidemanns.

Karl Lieck und seine Akkordeonistin Hilde Eraerds stimmten die Versammlung ein und beendeten sie mit Wassenberger Liedern.

Quelle: RP vom 17.3.2017

"Urgestein" Karl Lieck seit 60 Jahren aktiv
Jubilare Eine ganze Reihe von Mitgliedern wurden für langjährige Zugehörigkeit zum Verein geehrt mit Urkunden und Wassenberger Pralinen. Darunter für 40 Jahre Erwin Bell, Hildegard Plümäkers und Felix Marx; 50 Jahre gehören ihm bereits Franz Spengler und Karl Lieck an, der bereits seit 60 Jahren als Sänger von Heimatliedern in Erscheinung tritt.

 

Heimatverein: gute Bilanz und viele Pläne (Heinsberger Zeitung vom 20.3.2017)

Karl Lieck: Kätche ut de Bröhl

„Mit dem Spruch ‚Hii es dat stolze Kätche ut de Bröhl!‘ meldete sich Kätchen Stolz-Theißen (1923-2015) am Telefon, wenn ich sie anrief, um wieder einmal etwas von ihr über das alte Wassenberg zu erfahren.“

Im Zweiten Weltkrieg wurde Käthe Theißen als DRK-Krankenschwester dienstverpflichtet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Käthe Theißen als DRK-Krankenschwester dienstverpflichtet.

Karl Lieck vom Heimatverein Wassenberg würdigt das Engagement von Käthe Stolz-Theißen rund um die Mundart und die Historie der Stadt Wassenberg. „Bereitwillig ließ sie jeden an ihren Erinnerungen teilhaben, der sie darum bat. Unsere Wassenberger Mundart war ihr ein besonderes Anliegen. So unterstützte sie mich zusammen mit Jakob Wolters (†) tatkräftig bei der Erstellung des Lexikons „Wassenberger Mundart“. Und selbstverständlich trug Kätchen ihre Plattdeutsch-Geschichten seit 1998, dem Beginn der Plattdütsch-Oavende, in der Begegnungsstätte vor. Unzählige dieser Geschichten sind in ‚Wu et Hatt van voll es....‘ (Hrsg. Karl Lieck), sowie in ,D’r Plattdütsch-Oavend‘ (Hrsg. Walter Bienen) für die Nachwelt schriftlich festgehalten.“ Hier nun eine von Kätchens authentischen Geschichten:

UT OS KENGERTIID

Os Kengertiitd woar en ärm Tiid. Trotzdem woare wir jlöcklech. Dat woar dä Tiid, woa et sovöll Arbeitslose joav. Dat i-eschte J oahr jing et joa noch, doa joav et Arbeitslosejeld, Donoa joav et Unterstützung van de Jemende. Dat Jeld mosch man trückbetahle, wenn man werr ant wirke woar. Doa joav et nix ömesöß, wie hüt. Weil dat ävver so völl Lüht woare, wued en et Jüddebrook (Judenbruch) jewirkt onger Polizei Pi-etesch (Peters) sin Aufsicht. Da bruek man dat net trück de betahle. Ävver wir woare all äeve ärm. De läeve hau man, et joav wenech Vleesch und Wuesch, ene Hering wuedjedellt (geteilt). Jeder hau ene Jaad (Garten), Honder off Enge (Hühner oder Enten) un och Kanin und Jeete (Ziegen). Da hau man Melk, Klatschki-es (Quark) un Eier. Dann wuete Buehne (Bohnen) en et Döppe (Steintopf) jemackt. Och Kappes un Muehre (Möhren) un ru-e (roter) Kappes koame en e Küllke (Erdgrube), Äppel un Bi-ere koame en d'r Keller. Et wuete Kaschteie (Kastanien) jesocht‚ die koame op d'r Söller (Speicher).
Wäe Nüet hau, die wuete verwahrt vörr Kloes (St. Nikolaus) un Weihnachte. Wir Kenger oate Rhabarber un Muehre rüe (roh). En d'r Beu (Ernte) jinge wir süemere (Getreidehalme sammeln). En d'r Herres (Herbst) jinge wir en et Veld Krutröbe (Krautrüben) ut-trecke, Die wuete met et Loov afjeputzt, met de Täng jeschällt un dann jejäete. Dat woar jet Leckesch (etwas Leckeres), wovon op hüt (heute) die Kenger nix mer kenne. Klömpkes (Bonbons) joav et sonndachs, Appelsine om Weihnachte, ävver de Lüht woare devri-e (zufrieden). Spiele kosche wir en den Suemer op de Stroat. Doa koam ens e Rad off en Päeds- off Osse-kar. Jedes Spi-el hau en bestemmde Tiid. Doa wued met d'r Ball jespellt, en anger Tiid d'r Kockerell (Kreisel) jeschlare, dann werr ens Sellke jespronge, met d'r Reep (Reifen) jeloope oder met de Kölsche (Knicker) jespellt. Op d'r Herres un en d'r Wenkter (Winter) wued Verstecke un Noaloope jespellt. Wenn de Lampe anjinge, mosche wir enrenn (nach drinnen) un de Aufjabe make. Wenn d'r Schni-e loach en d'r Wenkter, wuet Neuhaus-Berch met d'r Schlitte eraaf jevahre. Enkele koame van d'r Jaljeberch (Galgenberg) eraaf bis onger de lserbahnbröck. Dann wued op d'r Jondelwiiher un die Wiehere en et Jüddebrook jeschleddert un Schlettschuen jeloope. Wenn en et Vröhjoahr et Wäer atjing (das Wetter abging, besser wurde), stonge die Schosseejraves (Straßengraben) voll Water. Doa wued dann met Staake (lange Holzstangen) drüver jespronge. Doa vi-el (fiel) och all ens eene en dat Water. Bie oss en de Bröhl stong ooch noch e afjebrennt Säejewerk, doa loare Balke und Bräer erömm. Doa kosch man schönn spiele un schaukele. Bii oss en de Nabberschaft wonde Reis, dat woare Jüdde (Juden). Die Kenger spellden met oss un wir li-epen doa all enn un ut. Om Poasche (Ostern) kri-esche wir van de Vrau Reis Matze vör de eate. En die Nazi-Tiid hant völl Nabbere die Familesch Reis jeholpe‚ dat se jet de äete haue.

Wassenberg, im Juli 2016

Sehr geehrtes Mitglied des Heimatvereins Wassenberg,

Am 14. März dieses Jahres fand unsere Mitgliederversammlung statt. Mehr als 90 Mitglieder besuchten die Veranstaltung. Diese Anzahl zeigt das große Interesse der Mitgliedschaft an den Aktivitäten unseres Vereins. Der Dank des Bürgermeisters, Manfred Winkens, für die Arbeit, die der Heimatverein leistet, drückt die Wertschätzung der Stadt aus. Auch ich möchte mich für die geleistete Arbeit bei allen Unterstützern, besonders bei den Mitgliedern des Beirates und des Vorstandes, herzlich bedanken und schließe auch alle Spender/-innen in den Dank ein.

Ein spezieller Dank gebührt Hermann Schwippert für seine langjährige Tätigkeit als Wanderwart und Marlies Jansen, die als Geschäftsführerin und zweite Vorsitzende für den Verein aktiv war.
Im Vorstand verblieben sind Walter Brehl (Radwanderwart), Agnes Basten (Rechnungsführerin), Waltraud Kurth (Geschäftsführerin) und ich mit meiner letzten Amtsperiode. Leo Stassny, der im letzten Jahr bereits kommissarisch die Aufgabe des Wanderwarts wahrgenommen hatte, wurde in dieses Amt gewählt; Walter Bienen wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Er ist bereits bekannt als Organisator des Plattdütsch-Oavends, als Autor und Stadtführer.

Der Bergfried und die darin gezeigten Ausstellungen werden außerordentlich gut besucht und sind ein Anziehungspunkt für Besucher/-innen von nah und fern. Die diesjährigen Ausstellungen über die Firma Krahnen & Gobbers (Johan Gielen), Schönes in und um Wassenberg (Matthias Meyer) sowie über Jüdisches Leben zwischen Rhein und Maas (Arbeitskreis) wurden jeweils von hunderten Interessierten gesehen. Dies wird sicherlich auch für die im August geplante Fotoausstellung über Sehenswürdigkeiten im Kreis Heinsberg (Hans Josef Jansen) so sein.

Es ist auch erfreulich, dass die Zahl der Gäste, die durch Therese Wasch, Walter Bienen und mich durch Wassenberg geführt werden, stetig steigt.

Für alle ist es jetzt wieder möglich, die Tradition des Kahnfahrens auf dem Gondelweiher fortzusetzen. Unser Verein hat einen der drei Kähne gesponsert. Er ist an seinem Namen erkennbar: „Heimatverein“.

Die für dieses Jahr geplante Fahrt nach Leipzig haben wir aufgrund der großen Nachfrage zweimal angeboten. Sie ist bereits für beide Male ausgebucht.

Für den 27. Juli wird am Rur-Radwanderweg eine Tafel aufgestellt, die pünktlich zum Jahrestag über die Schlacht von Wassenberg 1206 informiert. In dieser Zeit war Wassenberg Mittelpunkt des Geschehens um die Entscheidung, wer deutscher König wurde.

Empfehlen möchte ich auch die Wassenberger Heimatliteratur, die im Lädchen am Roßtor erhältlich ist. Zur Zeit wird an weiteren Büchern sowie am Kalender für nächstes Jahr gearbeitet. Sie werden im Herbst erscheinen.

Am 9.9.2016 um 18 Uhr organisiert die KAB eine Messe in der Steinkirchener Kirche. Darauf weise ich gerne hin, da uns die KAB bei vielen Aktionen unterstützt.

Ein weiterer Hinweis: Im nächsten Jahr wird unser Verein 120 Jahre „jung“, und weitere Mitglieder sind bei uns immer herzlich willkommen, damit wir auch Zukunft keine Nachwuchssorgen haben. Bitte sprechen Sie Interessierte gerne an.

Mit freundlichen Grüßen für den Vorstand

Sepp Becker


Anlage: Programm für das zweite Halbjahr 2016

Sehr geehrtes Mitglied des Heimatvereins,

traditionell blicken wir zum Jahresabschluss auf die Aktivitäten unseres Heimatvereins im ablaufenden Jahr zurück und geben gleichzeitig einige Hinweise auf das neue Programm 2017. Das Jahr 2016 war für den Heimatverein Wassenberg sehr arbeitsintensiv und dadurch auch ereignisreich:

Leo Stassny und Manfred Petersen können auf ein erfolgreiches Jahr als Wanderwarte zurück schauen. Die Grünkohl-, die Glühwein- und die Nikolauswanderung sowie die Tagesfahrt nach Bad Münster am Stein waren die diesjährigen Höhepunkte.
Radwanderwart Walter Brehl kann wieder einmal auf unfallfreie Touren zurück blicken. Die Teilnehmerzahlen waren erfreulich hoch und die ausgesuchten Ziele fanden guten Anklang.
Das gleiche kann man auch über die kulturhistorischen Spaziergänge sagen, die von Walter Bienen und mir organisiert wurden.
Die Zahl der TeilnehmerInnen an den Stadtführungen von Therese Wasch, Walter Bienen und mir ist erfreulich hoch und konnte in diesem Jahr noch gesteigert werden. Dazu trug nicht zuletzt der Besuch von vier Kölner Pfarren mit insgesamt vier Bussen bei.

Unsere Tagesfahrten nach Bonn und Soest boten interessante Stadtbesichtigungen. Die Viertagesfahrt nach Leipzig wurde aufgrund des großen Andrangs gleich zweimal angeboten. Beide Fahrten waren komplett ausgebucht und werden allen TeilnehmerInnen noch lange in Erinnerung bleiben. Ein besonderer Dank für die gute Organisation gebührt Waltraud Kurth. Die Viertagesfahrt im Jahr 2017 wird uns nach Hildesheim/Hannover führen. Aufgrund der diesjährigen Erfahrungen wird sie wieder zweimal angeboten, und zwar Ende August und Ende September. Die genauen Modalitäten werden gesondert mitgeteilt.
Weitere Markenzeichen des Heimatvereins sind die vogelkundliche Wanderung, die am 1. Mai von den Geschwistern von der Beek geleitet wird, und der „Plattdütsch-Oavend“, organisiert von Walter Bienen. Beide Angebote fanden erneut großen Zuspruch. Auch die Veranstaltungen von Karl Lieck in der Begegnungsstätte waren wie immer eine Bereicherung. Gleiches gilt auch für den Filmvortrag der Eheleute Schroeder.

Im März fand zum vierten Mal die Waldsäuberungsaktion in Zusammenarbeit mit der KAB Wassenberg statt.

Die Parkanlagen und der Bergfried erfreuen sich großer Beliebtheit. Jeden zweiten Sonntag eines Monats öffnet der Heimatverein den Bergfried. Wir freuen uns über die vielen BesucherInnen und den Erfolg dieses Schwerpunktes unserer Arbeit.
Die vier Ausstellungen, die wir in diesem Jahr organisiert haben, waren beeindruckend: Sowohl die Ausstellung über „Krahnen & Gobbers“, zusammengestellt von Johan Gielen und Bernd Serode, als auch die Fotoausstellungen „Schönes in und um Wassenberg“ von Matthias Meyer und „Kreis Heinsberg im Scheinwerferlicht“ von Hans-Josef Jansen fanden großen Anklang. Unser Arbeitskreis „Jüdisches Leben in Wassenberg“ organisierte in Zusammenarbeit mit der Betty-Reis-Gesamtschule die zweisprachige Ausstellung „Jüdisches Leben zwischen Rhein und Maas“, die von der Stiftung RURA in Roermond zur Verfügung gestellt wurde.

Bilder der beiden Fotoausstellungen finden sich im Kalender für das Jahr 2017, den der Heimatverein herausgegeben hat.
Am Radwanderweg an der Rur, in der Nähe von Orsbeck, stellten wir eine Tafel auf, die über die Königsschlacht bei Wassenberg im Jahr 1206 informiert.

Der Heimatverein unterstützte auch in diesem Jahr wieder die Stadt Wassenberg mit einer Spende zur Anbringung von Blumenampeln, die unser Stadtbild verschönerten.

Wassenberg verändert sich weiter. Die B221n befindet sich bereits im Bau und die Veränderungen für die Innenstadt werden derzeit geplant.
Das Hotel-Restaurant „Burg Wassenberg“ ist verkauft, die Renovierungsarbeiten haben begonnen. Auch die Aufzüge für den Bergfried sind bereits in Arbeit. Darüber freuen sich alle, denen der Aufstieg zum Bergfried im Moment zu beschwerlich ist.
Zurzeit bemüht sich die Verwaltung um ein neues Leitbild: „Kunst, Kultur, Genuss“ stehen im Vordergrund. Die ersten leerstehenden Ladenlokale werden bereits wieder neu genutzt.

Walter Kurzweg hatte die Idee, eine kleine „Museums-Galerie“ für einen der bedeutendsten Wassenberger Maler, Leo Küppers, in dessen Geburtshaus einzurichten. Die Ausstellung sowie Wechselausstellungen sollen ab Februar 2017 zugänglich sein. In diesen Räumen soll u. a. auch die Bücherkiste eine neue Heimat finden. Der Heimatverein wird sich an diesem Projekt beteiligen und es finanziell unterstützen.

In diesem Jahr hat unser Verein drei Bücher unterstützt, die von Mitgliedern herausgegeben wurden: Agnes Winkens: E Möngke voll von Myhler Platt; Herausgeber Walter Bienen: Kindheitserinnerungen von Peter Berger; Markus Morgenweg: Der Westwall im Raum Wassenberg und die deutschen Rückzugskämpfe im Kreis Heinsberg; Heimatliteratur ist im „Lädchen am Roßtor“ erhältlich.

Manfred Petersen und Hans Ungerechts (Arbeitskreis Natur/Baumbeschilderung) haben im Judenbruch und in den Parkanlagen mehr als 100 Baumschilder angebracht. BesucherInnen können nun sehen, welche einheimischen und exotischen Bäume dort wachsen. Die Aktion wird im Frühjahr fortgesetzt.

In der Anlage finden Sie Teil I des Jahresprogramms für 2017. Ich freue mich sehr, wenn Sie die Veranstaltungen besuchen. Besonders hinweisen möchte ich dabei auf unsere Jahreshauptversammlung am 15. März 2017.

Im Oktober 2017 wird unser Verein 120 Jahre alt. Diesen Anlass wollen wir mit mehreren Veranstaltungen im Festjahr würdig begehen. So ist im Juni ein zusätzlicher regionaler Plattdütsch-Oavend im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule geplant.
Zum 120-Jährigen soll auch ein Festakt im Oktober stattfinden. Eine entsprechende Festschrift ist in Arbeit.

Ein weiteres Ziel haben wir uns bei der Mitgliederzahl gesetzt: Es wäre schön, wenn wir die 500 erreichen könnten! Mit aktuell 460 Mitgliedern ist diese Zahl zwar erfreulich hoch, jedoch benötigen wir zusätzlich Ihre aktive Mitarbeit bei der Werbung zum Erreichen des gesteckten Zieles.

Gerne weise ich an dieser Stelle auf unsere Homepage hin, die interessant, informativ und reich bebildert einen Einblick in unsere Arbeit gibt. Dafür gilt Peter Hermanns ein besonderer Dank.

Bei allen Aktiven, beim Vorstand, beim Beirat und bei allen HelferInnen bedanke ich mich für ihren Einsatz im Heimatverein. Für eine Unterstützung in Form von Sach- und Geldspenden bin ich ebenfalls dankbar. Erwähnen möchte ich die IG Färvpott, die am 10./11.2.17 ihre karnevalistischen Veranstaltungen durchführt, die wir an dieser Stelle empfehlen. Als Dank für die Spende werden wir uns daran beteiligen.

Im Namen des Vorstandes wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Jahr 2017.

Mit freundlichen Grüßen

Sepp Becker

Wassenberg, im Dezember 2016

 
 

Weihnachtsbrief 2015

Sehr geehrte Mitglieder des Heimatvereins,

wie in jedem Jahr blicken wir zum Jahresabschluss auf die Aktivitäten des Heimatvereins im ablaufenden Jahr zurück und geben einige Hinweise auf das neue Jahresprogramm. Das Jahr 2015 war wiederum ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr für den Heimatverein Wassenberg.

Leo Stassny und Manfred Petersen können auf ihr erstes, erfolgreiches Jahr als Wanderwarte zurück schauen. Sie haben neue Akzente gesetzt; ihre Rotweinwanderfahrt zur Ahr war ein besonderer Höhepunkt.

Radwanderwart Walter Brehl kann wieder einmal auf ein unfallfreies Jahr zurück blicken. Die Teilnehmerzahlen waren erfreulich hoch und die ausgesuchten Ziele fanden guten Anklang.

Das gleiche kann man auch über die kulturhistorischen Spaziergänge sagen.

Unsere Tagesfahrten nach Köln und Giethoorn boten interessante Programme. Die Viertagesfahrt führte entlang der Romantischen Straße. Dieser Höhepunkt des Fahrtenjahres wird den Teilnehmer/-innen noch lange in Erinnerung bleiben. Leider konnte ich aus gesundheitlichen Gründen an keiner dieser Fahrten teilnehmen. Mein Dank gilt daher den Organisator/-innen aus dem Vorstand, besonders Waltraud Kurth.

Markenzeichen des Heimatvereins sind die vogelkundliche Wanderung der Geschwister von der Beek und der „plattdütsche Oavend“, organisiert von Walter Bienen, die auch in diesem Jahr wieder einen großen Zuspruch fanden. Auch die Veranstaltungen von Karl Lieck in der Begegnungsstätte sind wie immer eine Bereicherung.

Im März fand zum dritten Mal die Waldsäuberungsaktion in Zusammenarbeit mit der KAB Wassenberg statt, und eine zweite Aktion mit Schüler/-innen der Betty-Reis-Gesamtschule startete im Juni.

Die Untertagelok an Schacht 5 wurde zusammen mit der KAB gesäubert und lackiert sowie durch eine Infotafel ergänzt. In einer Feierstunde mit dem Knappenverein Hilfarth und dem Förderverein Schacht 3 wurden sie der Öffentlichkeit übergeben.

Eine weitere, wortgleiche Tafel überreichten wir der Betty-Reis-Gesamtschule zu ihrem 25jährigen Bestehen; sie fand ihren Platz neben der Untertagelok am Birkenweg. Bei der Projektwoche der Gesamtschule engagierten sich auch Mitglieder des Heimatvereins in verschiedenen Projektgruppen.

Die Parkanlagen und der Bergfried erfreuen sich großer Beliebtheit. Jeden zweiten Sonntag im Monat öffnet der Heimatverein den Bergfried. Wir freuen uns über viele Besucher/innen  und möchten diesen neuen Schwerpunkt unserer Arbeit weiter aufrecht erhalten.

Die Ausstellungen, die wir organisiert haben, waren beeindruckend. Das gilt sowohl für die Ausstellung über das Kriegsende als auch für die über den Widerstand gegen Hitler der KAB, aber ganz besonders für die Darstellung der Firmengeschichte von Krahnen und Gobbers, die sich über drei Etagen erstreckt. Die sehr gute Qualität der Bilder ist unserem Mitglied Johan Gielen zu verdanken. Unterstützt wurde er besonders von Bernd Serode. Noch bis Ende Februar ist die Ausstellung zu sehen.

Der Heimatverein unterstützte auch in diesem Jahr wieder die Stadt bei der Finanzierung der Blumenampeln, die unser Stadtbild verschönern.

Die Fläche an der Roermonder Straße/Synagogengasse ist mit dem Arzthaus von Frau Dr. Beckers, dem Parkplatz und der Grünanlage geschmackvoll gestaltet. Auf Anregung des Heimatvereins hat die Stadt am Standort der ehemaligen Synagoge eine Gedenkstätte für die ausgelöschte jüdische Gemeinde Wassenbergs errichtet. Die Pflasterung bildet den Innenraum der Synagoge ab, die Hecken symbolisieren die Außenmauern. Sechs Tafeln und ein Zeitstrahl informieren über das jüdische Leben in Wassenberg und und seine Vernichtung. Ein Ahorn-Baum aus dem Garten von Walter Reis in Kanada erinnert besonders an ihn als Überlebenden des Holocaust. Bei der Gestaltung war unser Arbeitskreis „Jüdisches Leben in Wassenberg“ federführend, in dem auch die Gesamtschule vertreten ist.

In einer beeindruckenden und sehr gut besuchten Feier, die die Stadt, der Heimatverein und die Schule gestalteten, wurde die Gedenkstätte am 10. November 2015 vorgestellt. Wir freuen uns auch über die Teilnahme von zahlreichen Vertretern der benachbarten Heimatvereine. Ein besonderer Dank gilt allen, die an dieser Gedenkstätte mitgearbeitet haben, besonders der Firma Litzenberger Metallbau und dem Ingenieurbüro Seiffert für ihr Sponsoring.

Damit eine alte Wassenberger Tradition fort besteht, kauft der Heimatverein einen Kahn für den Gondelweiher, der wahrscheinlich bei der Nikolausfeier am 5. Dezember 2015 zum Einsatz kommen wird. Ab dem Frühjahr 2016 steht er dann der Wassenberger Bevölkerung und Gästen zur Nutzung zur Verfügung.

Ein weiteres Buch zur Heimatgeschichte „Auf den Spuren von Pater Friedbert Marx“ wurde von Johannes und Marianne Jakobs geschrieben und mit Unterstützung des Heimatvereins von Walter Bienen herausgegeben. Heimatliteratur ist im Lädchen am Roßtor erhältlich.

Der Heimatverein hat für das Jahr 2016 wieder einen Kalender mit historischen Motiven herausgegeben. Er ist zum Preis von 17 Euro im Lädchen am Roßtor, bei Schreibwaren Tatli  in der Gladbacher Straße und in der Mediaecke erhältlich.

In der Anlage finden Sie das Jahresprogramm für 2016. Ich freue mich, wenn Sie die Veranstaltungen besuchen. Besonders hinweisen möchte ich dabei auf unsere Jahreshauptversammlung am 9. März 2016 , in der auch Wahlen anstehen.

Die Viertagesfahrt wird uns nach Leipzig führen. Vorgesehen sind vier Tage in der Woche vom 29.8. – 1.9.2016. Die genauen Modalitäten werden im Mitgliederbrief Ende Februar mitgeteilt, mit dem Sie auch die Einladung zur Jahreshauptversammlung erhalten.

Weitere Schwerpunkte im Jahr 2016 werden Schilder für Bäume in den Wäldern und Parkanlagen sein sowie die dritte Route entlang religiöser Monumente (Wegekreuze, Kapellen, Bilderstöcke) für Orsbeck, die Unterstadt, Myhl und die Oberstadt.

Geplant sind auch weitere Ausstellungen im Bergfried, die frühzeitig angekündigt werden.

In den Rurauen bei Orsbeck ist die Aufstellung eines Gedenksteins und einer Infotafel in Planung, die an die Königsschlacht von Wassenberg im Jahr 1206 erinnern sollen.

Gerne weise ich auf unsere neu gestaltete Homepage hin, die interessant, informativ und reich bebildert einen Einblick in unsere Arbeit gibt. Dafür gilt Peter Hermanns ein besonderer Dank.

Ein letzter Hinweis: Der kulturhistorische Spaziergang am 9.12.15 muss aus terminlichen Gründen leider entfallen.

Bei allen Aktiven bedanke ich mich für ihren Einsatz im Heimatverein. Für Unterstützung in Form von Sach- und Geldspenden bin ich ebenfalls dankbar.

Im Namen des Vorstandes wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Jahr 2016.

 

 Mit freundlichen Grüßen

 Sepp Becker

Wassenberg, 26. November 2015

Geschäfts- und Spendenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:  
Kreissparkasse Heinsberg ● IBAN DE03 3125 1220 0002 2043 60 ●  BIC WELADED1ERK

Fahrtenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:
Volksbank Erkelenz eG ● IBAN  DE32 3126 1282 7900 1520 13 ● BIC GENODED1EHE