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Sänger: Karl Lieck

Dr. Walter Thissen blickt zurück auf das Wirken von Prof. em. Dr. Heribert Heinrichs

Von 1958 bis 1987 - also nahezu 30 Jahre  - arbeitete Prof. Dr. Heribert Heinrichs an der Hochschule Alfeld / Hildesheim. Obwohl er Rufe an die Universitäten in Saarbrücken, Bonn und Köln, Pa­der­born und Münster erhielt, blieb er seiner Universität in Hildesheim treu und entwickelte durch sein Engagement auf dem ersten Lehrstuhl für Medienpädagogik in Deutschland das Profil der Hochschule und ihre Entwicklung zur Universität entscheidend mit.

Am 4. August 1922 wird Heribert Heinrichs in Wassenberg (Rhld.) geboren. Seine Einberufung zum Kriegsdienst  unterbricht die schulische Ausbildung kurz vor ihrem Abschluss. Als er nach mehrjähriger Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, bleibt ihm ein Studium an der Musikhochschule verwehrt, weil sein Schulabschluss lediglich einen "Reifevermerk" aufwies. Er beginnt an der Pädagogischen Akademie in Aachen sein Lehramtsstudium, das er mit Auszeichnung beendet. In Düren (Rhld.) bekommt er eine Lehrerstelle mit Förderanteil und nimmt an der Universität Köln ein Promotionsstudium bei Prof. Dr. Theodor Ballauf auf. Aus dieser Zeit resultieren auch die ersten Kontakte zum NWDR, für den er Hörspiele schreibt und Schulfunksendungen produziert. Es liegt nahe, Studium und Rundfunkaktivitäten zu verbinden. So entsteht die erste medienpädagogische Dissertation über den Schulfunk. Nach seinem Zweitstudium wird Heribert Heinrichs Assistent bei Prof. Dr. Gustav Siewerth in Aachen, über den er persönlich mit Martin Heidegger bekannt wird. 1960 kommt Martin Heidegger auf Einladung von Heribert Heinrichs nach Alfeld und besucht die dortige Hochschule.

Nach seiner Assistentenzeit wird Heribert Heinrichs Rektor der Akademie Schule auf der Hörn in Aachen. Aber bereits im Herbst 1958 beruft ihn die Pädagogische Hochschule Alfeld/Leine auf den Lehrstuhl für Schulpädagogik. Schulpädagogik ist für Heribert Heinrichs von Anfang an verbunden mit der Integration von Medien in den Unterricht. Seine Lehre und Forschung setzen den Impuls fort, den er in seiner Dissertation aufgegriffen hat. Nach seiner festen Überzeugung "wird sich Integration der Medien in unserer Kultur im wesentlichen im pädagogischen Umfeld der Kinder entscheiden, in Elternhaus und Schule". Deshalb konzentriert er seine wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf das in den 60er Jahren aktuelle Medium Fernsehen. Der Programmdirektor des NDR-Fernsehens Franz Reinholz lädt ihn ein, als didaktischer Berater der ersten NDR-Fernseh-Versuchs-Serie für Schulen mitzuwirken. Heribert Heinrichs übernimmt die wissenschaftliche Begleitforschung. Ihn interessiert, welche Auswirkungen das Medium in der unterrichtlichen Praxis hat und haben kann. Auch beginnt eine sehr enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen. Alois Schardt beruft Heribert Heinrichs in das Gründungsgremium des Telekollegs und Gertrud Simmerding gewinnt ihn für die Mitarbeit beim Bayerischen Schulfernsehen. 

Vom Kultusministerium in Hannover erhält Heinrichs einen über mehrere Jahre laufenden Forschungsauftrag zum Schulfernsehen, der ihn in die meisten europäischen und überseeischen Sendeanstalten führt. In den USA beschäftigt ihn die praktische Arbeit in schulinternen Fernsehsystemen. 

Geschäfts-, Fahrten- und Spendenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:  
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