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Sänger: Karl Lieck

Der neue Wassenberger Bildkalender für 2017 präsentiert Fotos aus den Ausstellungen von Hans-Josef Jansen und Matthias Meyer, die die schönsten Seiten der Stadt zwischen Roßtor, Bergfried und Gondelweiher ins Bild setzen. Von Angelika Hahn

Als Heimatvereinsvorsitzender Sepp Becker, begleitet vom Beiratsmitglied Bernd Serode, gestern das Gespräch zur Vorstellung des neuen, nun dritten Wassenberger Fotojahreskalenders eröffnete, war Erstaunen angesagt. Denn nicht, wie vermutet, historische Fotos und alte Postkartenansichten sind für 2017 Thema des Kalenders, vielmehr Wassenbergs aktuelle "Schokoladenseiten", so wie sie die beiden erfolgreichen Ausstellungen der Fotografen Matthias Meyer aus Gerderath und Hans-Josef Jansen aus Heinsberg im Bergfried präsentierten.

Von den Fotografen Matthias Meyer (links) und Hans-Josef Jansen stammen die Bilder im neuen Wassenberg-Kalender 2017 des Heimatvereins. Die Fotos waren in den beiden erfolgreichen Ausstellungen im Bergfried zu sehen. FOTO: Jürgen Laaser
Von den Fotografen Matthias Meyer (links) und Hans-Josef Jansen stammen die Bilder im neuen Wassenberg-Kalender 2017 des Heimatvereins. Die Fotos waren in den beiden erfolgreichen Ausstellungen im Bergfried zu sehen. FOTO: Jürgen Laaser


Eine Auswahl dieser Arbeiten - die Jansen-Schau ist übrigens noch an beiden folgenden Sonntagen geöffnet - umfasst der neue Jahreskalender. Überraschend, dass gerade das Titelblatt - die im nahezu festlichen Scheinwerferglanz erscheinende Stadt-Silhouette vom Gondelweiher aus gesehen mit Propsteikirchturm, Stadtmauer und Bergfried im Hintergrund - von Meyer stammt, der ansonsten für die Tageslichtimpressionen in dem Kalender gesorgt hat, während sein Kollege Jansen getreu dem Motto seiner Ausstellung die Wassenberger Parklandschaft entlang der Stadtmauer "im Glanz der Scheinwerfer" ins Bild setzt. Der Schwerpunkt der Katalogblätter liegt auf der Wassenberger Innenstadt, mit zwei Ausnahmen: So zeigt das Novemberblatt von Matthias Meyer (in Kombination) den Marien-Bildstock am "Lindchen" zwischen Myhl und Altmyhl und die Lourdesgrotte auf dem Myhler Justusberg. Eine weitere "Pilgerstätte" zeigt Jansen in einer winterlichen Abstimmung der Ophovener Wallfahrtskirche.

Meyers Foto im Kieswerk Forst, das "Sandwüste in Wassenberg?" betitelt ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick und das ganz bewusst: Die Verwerfungen der Kieshalde rufen Assoziationen an Gebirgsmassive wach - Kontrast zur beschaulichen Feldblumenwiese am Wassenberger Stadtrand.

Bürgermeister Manfred Winkens bedankte sich beim Heimatverein und den beiden Fotografen, die ihre Arbeiten kostenlos für den Fotokalender zur Verfügung stellten, der wie die beiden Vorgänger von der Manufaktur Verden erstellt wurde. Dies in einer Auflage von 110 Stück, für 16 Euro ist der Kalender in drei Wassenberger Geschäften und beim Heimatverein ab sofort zu kaufen.

Sepp Becker betonte als Motivation, diesmal von einem historischen Fotokalender abzugehen, die enorme Resonanz, die beide Ausstellungen, aber auch grundsätzlich die sonntäglichen Öffnungen des Bergfrieds in den vergangenen Monaten erfahren haben. "Man spürt, dass beide Fotografen mit Herzblut bei der Sache waren", inspiriert von den schönen Seiten der Stadt. "Leute kommen von weit her und loben, wie Wassenberg seine historische Gartenachse zwischen Bergfried und Gondelweiher herausgeputzt hat", berichtete Becker gestern. An die 80 Besucher kommen mittlerweile zu den Sonntagsöffnungen.

Becker freut sich, dass mit der Ende der Monats beginnenden Installation der Aufzüge der Bergfried noch vielseitiger wird genutzt werden können. Zwei Wochen, so ergänzte Bürgermeister Winkens, werde der Bergfried für die Innenarbeiten geschlossen bleiben müssen. Im Januar sollen die Außenaufzüge installiert werden.

Quelle: RP vom 4.11.2016

Kalender ist ab sofort zu kaufen

Verkauf Der Bildkalender ist ab sofort für 16 Euro hier zu bekommen: Media Ecke GbR von Kannen & Scheeren, Graf-Gerhard-Straße; Die Tintentanke - Wassenberger Kiosk-Café Oberstadt; Lädchen am Roßtor, Roßtorplatz.
Jubiläum Das Thema des nächsten Bildkalenders steht schon fest, denn 2018 wird auf 40 Jahre Städtepartnerschaft mit Pontorson zurückgeblickt.

Wassenberger Ansichten (Super Sonntag vom 6.11.2016)

Fotografen nehmen Altstadt in den Fokus (Heinsberger Zeitung vom 9.11.2016)

Auf Vermittlung des Vorsitzenden des Heimatvereins Wassenberg e.V. hat Herr Oliver Hermanns aus Birgelen in zwei Vitrinen im Wassenberger Bergfried seine Funde als Hobby-Archäologe ausgestellt. Die Ausstellung lautet:

„Wassenberger Funde aus Feld und Flur - Von den Römern bis ins Dritte Reich“

Sie ist ein Teil/Ergebnis seines jahrelangen Suchens im Wassenberger Umland. Eine Ausstellung, die einem interessante Einblicke in die Vergangenheit und somit in das Leben unserer Vorfahren gewährt.

Die Ausstellung kann während der üblichen Öffnungszeiten vom Bergfried (siehe Terminkalender) besichtigt werden oder hier auf dieser Seite.

Münze prägte "Moneta Wassenberge"

Von Willi Spichartz, Rheinische Post vom 24.10.2014

Am Rosstorplatz wird bald ein Metall-Relief auf die einstige Münzwerkstatt hinweisen, entworfen von dem Erkelenzer Bildhauer Michael Franke. Wassenbergs Ehrenbürger Sepp Becker ist der Stifter dieses Erinnerungsstücks.

Infotafel über die Münze
Sepp Becker (li.), Agnes Basten und Walter Brehl (Heimatverein) an der Infotafel über die Münze. An der Wand soll das Relief montiert werden. FOTO: JÜRGEN LAASER

Corstgen Indersmitten holte wie wohl schon tausende Male zuvor gewaltig aus, der ebenso gewaltige Hammer, mit zwei Händen geführt, presste die Luft in der Werkstatt zusammen, bevor er auf den Stock traf - und ein erstaunlich stumpfes Geräusch zeigte, dass er gelungen war, der Wassenberger Tournose. Er war das eigene Zahlungsmittel des Burgstädtchens im 14. Jahrhundert, hergestellt in der Löffelstraße. Dort soll ein Relief auf die einstige Münze hinweisen.

Die Postkarte von 1913 ist auch Motiv auf der Infotafel zum historischen Altstadtrundgang
Die Postkarte von 1913 ist auch Motiv auf der Infotafel zum historischen Altstadtrundgang. Der Durchgang vom heutigen alten Rathaus in Richtung Burg (links) hieß einmal Löffelgasse. FOTO: HEIMATVEREIN


Die Löffelstraße existiert unter dem Namen nicht mehr, der Rosstorplatz (am Alten Rathaus) ist die heutige Anschrift, links weist eine Tourismustafel bereits jetzt auf die Münze hin. Von deren Produkten existieren noch zwei - eine in Kopenhagen und eine in Berlin. Randerather und Heinsberger Münzen, ebenfalls im 14. Jahrhundert entstanden, werden noch original im Internet gehandelt, wie Sepp Becker bei seinen umfangreichen Recherchen für seine Dankesgabe (für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft) an seine Stadt ermittelte.
Einen Abdruck des Wassenberger Tournoses arbeitet der Erkelenzer Bildhauer Michael Franke in das Relief ein, wobei das Aussehen des Geldstücks aus undeutlichen Fotos und vergleichbaren Tournosen rekonstruiert wurde. Hilfreich ist die Beschreibung des Wassenberger Heimatforschers Professor Heribert Heinrichs, der im Zusammenhang mit seiner Gesamtdarstellung der Geschichte seiner Heimatstadt die Existenz einer Münzprägewerkstatt ermittelt hatte.
Belegt ist demnach, dass Johann I., Herr von Heinsberg, dem ein Teil Wassenbergs unterstand, in Wassenberg von 1331 bis 1334 den Wassenberger Tournose schlagen ließ mit der Inschrift DNS DE WASBPC (Dominus de Wassenberc, Herr von Wassenberg). Der Tournose misst 25 Millimeter im Durchmesser und wiegt 2,2 Gramm.

Wassenberger Tournose
Wassenberger Tournose


Als weitere Münze wurden die "Moneta Wassenberge" 1380/81 als Sterlinge mit Brabanter Löwenschild und Lilienwappen als sogenannte "Brabanter" in Wassenberg geprägt. Auch der wird mit Vorder- und Rückseite auf dem Relief zu sehen sein. Wassenberger, Heinsberger und Randerather Münzen hat der bekannte Numismatiker Menadier 1913 in der größten Sammlung der Münzen der jülich'schen Dynastengeschlechter im Münzkabinett in Berlin bestimmt - heute im Bode-Museum als Preußischer Kulturbesitz.

Brabanter
Brabanter


Der gebürtige Wassenberger Dr. Paul Gotzen hat die Forschungen Professor Heinrichs' in einer Abhandlung ergänzt, in der er auch die Ursache dafür darstellt, dass Kleinstädte selbst Münzen prägen konnten: Verfall des Kaiserreichs und damit der staatlichen Autorität vom 13. Jahrhundert her, Regionalfürsten übernahmen die staatlichen Strukturen.
Die Wassenberger Münze wird eine der kleineren gewesen sein, die als privatwirtschaftlich organisierte Werkstatt dennoch bedeutend für die Stadt war. Eine ganze Reihe von Spezial-Räumen war notwendig, gesichert wegen der Mengen an Materialien wie Silber und Kupfer, und Münzschläger Corstgen Indersmitten hatte eine Reihe Kollegen der verschiedensten Berufe, die im Übrigen gemeinsam im Münz-Komplex lebten. Der Schmelzraum war wegen der Feuergefahr - die Häuser waren zu der Zeit zumeist Holz-Lehm-Fachwerkbauten - etwas abgetrennt, das geschmolzene Metall wurde mit sogenannten Gießlöffeln in bestimmte Formen für Münzrohlinge geschöpft. Es spricht einiges dafür, dass die Löffelstraße ihren Namen von diesen Gießkellen bezog, wobei Straßennamen erst Jahrhunderte später üblich wurden.
Nach den Recherchen von Dr. Paul Gotzen wurden auch nach der frühzeitigen Schließung der Münze in der Löffelstraße dort Haushaltsgeräte aus Zinn gegossen, sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein, wie Gotzen von dem vor zwei Jahren verstorbenen Jakob Wolters erfuhr, der 1922 in der Löffelstraße geboren worden war. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Löffelstraße zerstört und nicht wieder aufgebaut, der Name wurde in Rosstorplatz geändert. Bald wird eine Erinnerungstafel auf die Münze hinweisen - in Metall gegossen.

Relief „Der Münzer“
Relief „Der Münzer“

 

Presseartikel über die Wassenberger Münzen

Johann I. von Heinsberg ließ Münzen 1331 bis 1334 in Wassenberg prägen

Zweifel an alter Prägestätte beseitigt

Vor langer Zeit Münzen in Wassenberg geprägt

Weiterer Groschen entdeckt

 

Einladung zur Präsentation am 15.11.2014

Pressestimmen zur Präsentation

Als die Stadt selbst Münzen prägte (Rheinische Post vom 19.11.2014)

53 Kilo schweres Relief erinnert an die Zeit der Münze (Heinsberger Zeitung vom 20.11.2014)

„Der Münzer“ erinnert an einstige Wassenberger Münze (Wassenberg Aktuell vom 7.12.2014)

 

Bilder der Präsentation am 15.11.2014 von Walter Brehl

 

„Hamburg hat seine Elbphilharmonie, Heinsberg sein Begas Haus und wir haben unser Leo-Küppers-Haus. Und darauf sind wir stolz“, scheute Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens die ganz großen Vergleiche nicht.

Und tatsächlich bildet die Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses in der Roermonder Straße 5 im Geburtshaus des Wassenberger Malers Leo Küppers (1880-1946) einen markanten Baustein in der Entwicklung Wassenbergs zur Kunst-, Kultur- und Genuss-Stadt.

Gute Laune bei der Eröffnung: Ursula und Walter Kurzweg (Mitte) begrüßten zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens (links) viele Gäste. Fotos: Küppers
Gute Laune bei der Eröffnung: Ursula und Walter Kurzweg (Mitte) begrüßten zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens (links) viele Gäste. Fotos: Küppers

Im Leo-Küppers-Haus werden elf Werke des Wassenberger Malers als Dauerausstellung zu sehen sein. Weitere Gemälde, vornehmlich aus der Düsseldorfer Malerschule, werden darüber hinaus zum Kauf angeboten.

Gleichzeitig feierte hier die Bürgerbücherei „Bücherkiste“ ihre Wiedereröffnung. Auch das Engagement des ehrenamtlichen Bücherei-Teams, dessen Wirken in den bisherigen zehn Jahren bereits mit mehreren Umzügen verbunden war, lobte der Bürgermeister. Wie Ursula Kurzweg mitteilte, können in der Bücherkiste zwischen 3.500 und 4.000 Bücher sowie Hörbücher ausgeliehen werden, eine Kinder- und Jugendabteilung befinde sich im Aufbau.

Das harmonische Miteinander von Bücherkiste und Galerie deutete sich schon bei der Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses an.
Das harmonische Miteinander von Bücherkiste und Galerie deutete sich schon bei der Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses an.

Die Ausstellung und die Galerie werden betrieben in Kooperation vom Heimatverein Wassenberg, dem Galeristen Walter Kurzweg und der Bücherkiste Wassenberg mit Unterstützung seitens der Stadt Wassenberg. Walter Kurzweg stellte aus seiner Sammlung ebenso Werke von Leo Küppers für die Ausstellung zur Verfügung wie das Heinsberger Museum Begas Haus und die Kreissparkasse. Kurzweg erzählte, er habe selbst schon früh angefangen, „Küppers zu sammeln“. 21 Jahre sei es her – zum 50. Todestag von Leo Küppers – dass es im März 1996 in Zusammenarbeit mit dem Optiker Detlef Rick eine erste Küppers-Ausstellung mit 14 Küppers-Werken in Wassenberg gegeben habe. Zehn Jahre später habe die Kreissparkasse eine Küppers-Ausstellung mit 18 Werken gezeigt. Schon damals sei angemahnt worden, die Erinnerung an den Wassenberger Maler in einer Dauerausstellung lebendig zu halten.

Wiederum gut zehn Jahre später habe Walter Kurzweg mit diesem Anliegen nun „ganz viele offene Ohren und helfende Hände gefunden“, die Eröffnung einer Galerie im Geburtshaus des Malers zu verwirklichen. Mit der Idee, die Bücherkiste einzubinden und das Haus gemeinsam zu nutzen, habe er die Unterstützung von Stadt und Heimatverein gefunden, bedankte sich Walter Kurzweg. In Form der engen „Petersburger Hängung“ könne man bis Mitte März auf wenig Fläche 20 Werke des Künstlers präsentieren, darunter „Der Gemeinderat“ und „Der Künstler im Louvre“, Menschen am Arbeitsplatz, Porträts und Wassenberger Ansichten. Walter Kurzweg hofft, dass die Dauerausstellung sich in Zukunft erweitern lasse. „Bieten Sie uns Werke von Leo Küppers an – als Dauerleihgabe oder zum Kauf. Wir werden einen Weg finden“, warb er schon am Eröffnungstag für die Sammlung im Leo-Küppers-Haus. „Kommen Sie später noch einmal zu uns, um sich die Werke in aller Ruhe anzuschauen. Das ist heute bei so vielen Gästen sicherlich nicht möglich“, lud Walter Kurzweg am Eröffnungstag ein.

Walter Kurzweg stellte den Gästen einige Werke von Leo Küppers vor.
Walter Kurzweg stellte den Gästen einige Werke von Leo Küppers vor.

Sepp Becker betonte, es liege dem Heimatverein daran, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten. Die Dauerausstellung in der Galerie werde sich mit den Ausstellungen im Bergfried bestens ergänzen. Die Öffnungszeiten seien bereits abgestimmt worden. Bürgermeister Manfred Winkens meinte, auf dem Weg zur Kunst-, Kultur- und Genuss-Stadt habe Wassenberg schon viel erreicht. „Auf der Graf-Gerhard-Straße werden wir das im nächsten Jahr fortsetzen. Nach dem Umbau wird es richtig, richtig schön und gemütlich. Der Umbau lohnt sich“, so der Bürgermeister, der überzeugt ist, dass es nach der Neugestaltung schon bald keine Leerstände mehr geben werde.

Quelle: Wassenberg Aktuell vom 12.3.2017


 

Leo-Küppers-Haus: Engagement führt zu Erfolg

Ein stark besuchtes Ereignis war die Neueröffnung der Galerie im Leo-Küppers-Haus und die gleichzeitige Wiedereröffnung der Bürgerbücherei Bücherkiste im Geburtshaus des Wassenberger Künstlers Leo Küppers. Von Johannes Bindels

Von der ehrenamtlichen Arbeit engagierter Bürger über das Engagement des Heimatvereins bis zur Unterstützung durch die Stadt Wassenberg erlebten die zahlreichen Gäste bei der Sonderausstellung der Werke von Leo Küppers den Erfolg einer gelungenen Zusammenarbeit.

 

Ein Ereignis, das viele Interessierte anzieht: Zahlreiche Gäste finden sich zur Eröffnung von Galerie und Bücherkiste im Leo-Küppers-Haus in Wassenberg ein. Foto: Johannes Bindels
Ein Ereignis, das viele Interessierte anzieht: Zahlreiche Gäste finden sich zur Eröffnung von Galerie und Bücherkiste im Leo-Küppers-Haus in Wassenberg ein. Foto: Johannes Bindels

„Für die Stadt Wassenberg ist heute ein erfreulicher Tag“, begann Bürgermeister Manfred Winkens (CDU) den Reigen der Redebeiträge, nicht nur weil ein Leerstand eines Gebäudes beendet werden konnte. Mit dem Ehepaar Ursula und Walter Kurzweg ständen stellvertretend für alle Beteiligten die Hauptpersonen eines geglückten Engagements im Mittelpunkt der Feier.

Initiatoren und Unterstützer des Leo-Küppers-Haus in Wassenberg: Bürgermeister Manfred Winkens, Ursula und Walter Kurzweg und Sepp Becker (v.l.) bei der Eröffnung von Galerie, Ausstellung und Bücherkiste. Foto: Johannes Bindels
Initiatoren und Unterstützer des Leo-Küppers-Haus in Wassenberg: Bürgermeister Manfred Winkens, Ursula und Walter Kurzweg und Sepp Becker (v.l.) bei der Eröffnung von Galerie, Ausstellung und Bücherkiste. Foto: Johannes Bindels

Walter Kurzweg, der beharrlich die Idee einer Leo-Küppers-Galerie verfolgt habe und Ursula Kurzweg, die als Teammitglied der Bücherkiste den erneut notwendigen Umzug der Bürgerbücherei mit zu stemmen hatte, hatten mit dem Plan des Zusammengehens die zündende Idee.

Beeindruckende Bandbreite

Beeindruckt von der Bandbreite der Schaffenskraft des Wassenberger Künstlers nahm Winkens zur Ausstellung Stellung. „Heinsberg hat das Begas-Haus, Wassenberg hat nun das Küppers-Haus“, formulierte Winkens einen griffigen Slogan.

Walter Kurzweg ließ die Idee zur Wertschätzung des Künstlers Leo Küppers Revue passieren. Zum Küppers‘ 50. Todestag habe er mit Detlev Rick die erste Ausstellung in der sogenannten „Brillengalerie“ am Roßtorplatz organisiert. Damals konnten 14 Küppers-Werke ausgestellt werden. Die Kreissparkasse Heinsberg habe im Jahr 2006 mit 18 Werken eine weitere Küppers-Ausstellung auf die Beine gestellt. Die immer wieder im Raum stehende Frage nach der Möglichkeit einer Dauerausstellung habe nun mit der Galerie im Leo-Küppers-Haus realisiert werden können.

Das Heinsberger Begas-Haus habe wie die Kreissparkasse, die Stadt Wassenberg und Sammler mit Leihgaben zum Gelingen beigetragen. „Ich bin froh und stolz, nun bis Mitte März 20 Exponate in dieser Sonderausstellung zeigen zu können“, ließ er die Gäste wissen. Davon würden elf Werke in einer Dauerausstellung permanent in der Galerie bleiben, betonte Kurzweg. Das Werk „Jesus vor Pontius Pilatus“ sei zum Beispiel eines von den Kreuzwegbildern des Künstlers.

Das ganze Spektrum

Um das ganze Spektrum des Künstlers zu präsentieren und das Genre „des agierenden Menschen in Arbeit, Ruhe und der in sich geschlossenen Beschaulichkeit“ zu verdeutlichen, habe Kurzweg auf die „Petersburger Hängung“ zurückgegriffen. Das bedeute, alle Bilder zu zeigen und jede verfügbare Wandfläche zu nutzen. Zu sehen sind unter anderem die Werke „Der Gemeinderat“, „Die Kirmes am Niederrhein“, „Der Künstler im Louvre“, „Der Apotheker“ und Landschaftsansichten der Stadt Wassenberg.

Das Gesicht der Stadt

Ursula Kurzweg, Sprecherin des Teams der Bücherkiste nahm die Wiedereröffnung zum Anlass, sich für die Unterstützung der Sponsoren, aber vor allem für die Hilfen der ehrenamtlich tätigen Mitglieder mit Blumen zu bedanken, ohne deren Unterstützung der notwendige Umzug nicht zu stemmen gewesen wäre.

Die Bücherkiste musste umziehen: Die Bürgerbücherei ist nun im Leo-Küppers-Haus an der Roermonder Straße in Wassenberg Zuhause. Foto: Johannes Bindels
Die Bücherkiste musste umziehen: Die Bürgerbücherei ist nun im Leo-Küppers-Haus an der Roermonder Straße in Wassenberg Zuhause. Foto: Johannes Bindels

Mit Sepp Becker nahm der Vorsitzende des Heimatvereins kurz Stellung, warum die Unterstützung für das Leo-Küppers-Haus zur Philosophie des Heimatvereins gehöre. „Das Gesicht dieser Stadt ist davon geprägt, dass Menschen sich ehrenamtlich zusammentun und etwas auf die Beine stellen“.

Der vor 120 Jahre gegründete Heimatverein wolle die Geschichte der Stadt lebendig halten. Mit der permanenten Ausstellung in der Galerie und den Ausstellungen im Bergfried sieht er eine Kombination, in der zukünftig weitere Synergien lägen. Die Öffnungszeiten des Bergfrieds seien deshalb mit denen der Galerie synchronisiert worden.

Quelle: Heinsberger Zeitung vom 6.2.2017


 

Die Bildwelt des Leo Küppers

Die Galerie im Wassenberger Geburtshaus des Malers Leo Küppers weckt neues Interesse am Werk eines zu Lebzeiten bekannten Vertreters der Düsseldorfer Malerschule. Von Angelika Hahn


Dem ehemaligen Lehrer, Kunstfreund und Sammler Walter Kurzweg ist es zu verdanken, dass das Wirken des aus Wassenberg stammenden Malers Leo Küppers (1880-1946), der ein bekanntes Mitglied der Düsseldorfer Malerschule war, durch eine kleine Dauerausstellung in seinem Geburtshaus an der Roermonder Straße 5 (gemeinsam mit der "Bücherkiste"), den kulturinteressierten Menschen in der Region nahegebracht wird.

Sammler Walter Kurzweg.
Sammler Walter Kurzweg.

Denn obwohl Kurzweg weiß, dass es in etlichen Familien Wassenbergs und seiner Umgebung Küppers-Bilder gibt, erfuhr der zu seinen Lebzeiten bekannte Künstler in seiner Heimatregion - von zwei Ausstellungen abgesehen - bislang kaum die Beachtung, die er eigentlich verdient hätte. Dass der Prophet in der Heimat nicht zählt - die Stereotype mag auf Küppers zutreffen.

Auch Walter Kurzweg, der heute etliche Bilder von Leo Küppers besitzt, stieß seinerzeit eher durch Zufall bei einer Kunstauktion auf Küppers-Werke und erfuhr dann, dass der Vertreter der Düsseldorfer Malerschule, dessen Lebensmittelpunkt die heutige Landeshauptstadt war, aus Wassenberg stammte.

Wer war dieser Mann? Wie kam der Sohn des Schuhmachers Joseph Küppers, dessen Werkstatt sich im heutigen Küppers-Haus befand, zur Kunst? Anschaulich beschreibt in einer Küppers-Biografie Leonard Küppers, der Großneffe und Erbe des kinderlos gebliebenen Künstlers, dessen Kindheit und Jugend im bürgerlichen Wassenberger Handwerkermilieu, für das die "brotlose Kunst" wohl ein Unding war. Schon der junge Leo muss Spaß am Malen und Zeichnen gehabt haben, also sollte er Anstreicher werden. Küppers aber wollte offenbar mehr. Leonard Küppers: "Mutig, sehr mutig, man bedenke den damaligen Zeitgeist, geht er 1897, 17 Jahre alt, zur Kunstgewerbeschule nach Düsseldorf, um Zeichenlehrer zu werden."

Bald entstehen Kontakte zur Düsseldorfer Kunstakademie, die den Wassenberger auch ohne höhere Schulbildung aufnimmt. Studienaufenthalte an den Kunstakademien München und Karlsruhe bei namhaften Lehrern folgen. In den Semesterferien verdient der Kunststudent Geld mit Auftragsarbeiten als Kirchen- und Theatermaler. 1921 kehrt er zurück an die Kunstakademie Düsseldorf als letzter Meisterschüler des Professors Eduard von Gebhardt. Nicht nur dessen expressiv-ungeschönter Porträt-Stil prägte etliche Arbeiten Leo Küppers' - ein Beispiel hierfür, das "Porträt eines alten Mannes", zeigt die aktuelle Dauerausstellung. Auch Aufenthalte in den Kunstmetropolen Paris, Amsterdam, Rom, Neapel oder Venedig hinterlassen Spuren im thematisch und stilistisch breiten Werk von Leo Küppers.

Mit seinem Atelier an der Sternstraße in Düsseldorf wird Küppers - dessen beste Arbeiten später in zwei großen Schauen zur Düsseldorfer Malerschule in Düsseldorf und München gezeigt werden - zum gefragten Auftragsmaler und Porträtisten des gehobenen Bürgertums der Rheinmetropole, dem er selbst angehört. Von "brotloser Kunst" kann auch angesichts der Veröffentlichungen von Küppers-Bildern in Kulturzeitschriften wie Westermanns Monatsheften und Kunstpostkarten keine Rede mehr sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg schwindet Küppers' Bedeutung, er stirbt 1946 in Düsseldorf. Ein Foto seines Ateliers, das für die private Trauerfeier von Küppers' aus Düsseldorf stammender Ehefrau geschmückt wurde, ist im Leo-Küppers-Haus zu sehen. Obwohl die Wassenberger Küppers-Galerie "nur" 13 Werke in der Dauerausstellung präsentiert, spiegeln diese Bilder - Dauerleihgaben aus Privatbesitz von Walter Kurzweg und anderen, der Stadt Wassenberg, der Kreissparkasse und des Begas Hauses - recht gut die stilistische und thematische Bandbreite des Küppers-Werks wider. Den lokalen Akzent setzt die Stadtansicht "Wassenberg im Winter" von 1904, die den Blick aus Richtung Wingertsberg über die verschneite Wiesenlandschaft des heutigen Terrassengartens vor der Stadtmauer zum prägenden Ensemble von Georgskirche und Bergfried streifen lässt. Gondelweiher und Bahndamm existierten noch nicht. Interessant ist das Detail einer Postkutsche im Hintergrund auf der Straße nach Erkelenz, die wohl auch Leo Küppers nach seinem Weihnachtsbesuch bei der Familie wieder - wie so oft bei seinen Besuchen in der Heimat - zurück nach Düsseldorf bringen sollte. Als Grafik ist eine weitere, so Kurzweg, in Wassenberg und Umgebung offenbar beliebte und auch als Gemälde verbreitete Stadtansicht ausgestellt.

Das großformatige Ölgemälde "Der Gemeinderat" begeisterte Walter Kurzweg, als er es vor 20 Jahren aus Privatbesitz erwarb, durch seine dichte Personenkomposition und "einen Realismus, der nicht auf Effekthascherei aus ist". Das Bild, vertreten in den genannten großen Ausstellungen der Düsseldorfer Malerschule, schuf Küppers als Fünfzigjähriger auf der Höhe seines Schaffens. Es stand auch im Mittelpunkt der Sparkassen-Ausstellung zu Küppers' 60. Todestag 2006 in Wassenberg und regte den verstorbenen Heimatforscher und Wassenberger Ehrenbürger Hanns Heidemanns zu einem Vortrag über Küppers beim Heimatverein an. Dass alte Wassenberger in dem Gemälde stadtbekannte Gesichter wiedererkennen wollten, führt freilich in den Bereich der Spekulation.

Einen Sprung zurück zum Beginn seiner Laufbahn vermittelt Küppers' Ölgemälde "Jesus vor Pilatus", ein Beispiel für die frühen religiösen Bilder des Künstlers, beeinflusst von seinem Professor Carl Martin Feuerstein an der Münchner Kunstakademie, einem Vertreter der romantisch-religiösen Kunstrichtung der Nazarener. Geradezu als Kontrastprogramm dazu wirkt das realistische Porträt des alten Mannes aus den späten 30er Jahren.

Direkt gegenüber der Eingangstür zeigt das Gemälde "Der Maler im Louvre" wieder eine andere Seite des Künstlers, der sich mehrfach zu Studien in Paris aufhielt: Vor der berühmten Nike von Samothrake setzt sich der damals wohl 30- bis 35-jährige Künstler selbst mit dem sogenannten Malerstock ins Bild. "Als blickte er in die Kamera, produziert er sich im Selbstporträt", sagt Kurzweg. Wie aus der Szene gefallen wirken im Hintergrund die ländlich anmutenden Besucher. Kurzweg sieht hier einen Bezug zu Küppers' späteren niederrheinischen Genreszenen und schließt einen bewusst gesetzten Akzent deutsch-patriotischer Grundstimmung gegen die feine Gesellschaft der französischen Hauptstadt nicht aus. Küppers meldete sich immerhin als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg.

Dass Küppers auf seinen Reisen von der Kunst der großen Niederländer des 16. Jahrhunderts fasziniert war, zeigen seine vielen, auch von Käufern geschätzten Genrebilder, die Alltagsszenen wiedergeben. Das schönste Bild aus dieser Gruppe im Küppers-Haus ist die "Niederrheinische Spinnstube", die ebenso wie "Der Zeitungsleser" ein Gefühl von Geborgenheit und der heilen Welt zu Hause - in spannungsgeladener Zeit - vermittelt. In niederrheinischen Wirtshausszenen dagegen zeigt Küppers ein Gefühl für Situationskomik und Hintersinn.

Eher einen "Ausreißer" in Küppers Werk repräsentiert das kleinteilige Menschengewusel der "Kirmes am Niederrhein". Nicht eine kleine Gruppe in geschlossener Gesellschaft, sondern eine Gemeinschaft in kleinstädtischer Umgebung des Niederrheins ist hier das Thema.

Quelle: RP vom 15.4.2017

 


Küppers-Bilder in dessen Geburtshaus

Ein weiteres bislang leeres Ladenlokal in der Wassenberger Innenstadt wird kulturell neu belebt. Sammler Walter Kurzweg, Heimatverein und Bücherkiste taten sich zusammen. Es entsteht eine Kombination aus Galerie und Bücherei. Von Angelika Hahn

Kunst und Literatur: Die Bücherkiste zieht mit der Galerie von Walter Kurzweg in das Leo-Küppers-Haus. Foto: Johannes Bindels
Kunst und Literatur: Die Bücherkiste zieht mit der Galerie von Walter Kurzweg in das Leo-Küppers-Haus. Foto: Johannes Bindels

Am Schaufenster des leerstehenden Ladenlokals an der Roermonder Straße 5 weisen zwei Plakate darauf hin, wer hier in den kommenden Wochen einzieht, einige Ölbilder machen schon mal neugierig. "Demnächst: Sammlung Leo Küppers & Galerie" ist auf einem Plakat zu lesen, das eine markante Porträtsilhouette zeigt: Es ist die des in seiner Zeit überregional bekannten Malers Leo Küppers, der am 8. Mai 1880 exakt in diesem Hause als Sohn eines Schusters geboren wurde. Nebenan weist ein weiteres Plakat auf den zweiten Mieter hin: die Wassenberger Bücherkiste, die mit einziehen wird.

Die Initiative zur Kombination einer kleinen Küppers-Ausstellung mit der Bürgerbücherei stammt vom Kunstfreund und Küppers-Sammler Walter Kurzweg und seiner Frau Ursula, der Vorsitzenden der Bürgerbücherei Bücherkiste. Der Büchereiverein war, wie Ursula Kurzweg bestätigt, ohnehin nicht sehr glücklich mit dem geplanten Umzug vom heutigen Domizil in der Begegnungsstätte - wo bekanntlich fürs kommende "Naturpark-Infozentrum" Platz geschaffen werden muss - ins frühere Restaurant Spiegel aus der Graf-Gerhard-Straße. "Die Räume dort waren schlecht geeignet für unsere Zwecke."

Zur Vorstellung des Gemeinschaftsprojekts in den Räumen an der Roermonder Straße 5 hat Walter Kurzweg (r.) Gemälde von Leo Küppers und Zeitgenossen mitgebracht, die Ursula Kurzweg (Bücherkiste) und Sepp Becker (Heimatverein) betrachten. Im Februar soll die Ausstellung mit wechselnden Exponaten eröffnet werden. FOTO: Ruth Klapproth
Zur Vorstellung des Gemeinschaftsprojekts in den Räumen an der Roermonder Straße 5 hat Walter Kurzweg (r.) Gemälde von Leo Küppers und Zeitgenossen mitgebracht, die Ursula Kurzweg (Bücherkiste) und Sepp Becker (Heimatverein) betrachten. Im Februar soll die Ausstellung mit wechselnden Exponaten eröffnet werden. FOTO: Ruth Klapproth

Unterstützt wurde die Idee vom Wassenberger Heimatverein, dem die Kurzwegs ebenfalls angehören. Schon in den 90er Jahren hatte der Heimatverein vor, das Andenken an den aus Wassenberg stammenden bekannten Vertreter der Düsseldorfer Malerschule durch eine Kennzeichnung seines Geburtshauses zu ehren. Es gab damals auch eine von Walter Kurzweg organisierte Ausstellung, eine weitere folgte 2005 in der Kreissparkasse, die, wie die Stadt Wassenberg, einige Gemälde von Küppers besitzt. Die kleine Galerie soll künftig mit wechselnden Präsentationen von Leihgaben das Werk des versierten Genremalers in seiner Geburtsstadt wieder lebendig machen.

Bei der Stadt, die das Haus als Leerstand erworben hat und an die künftigen Nutzer vermietet, stieß die Initiative sofort auf offene Ohren. Passt das Konzept doch bestens ins neue Profil zur Belebung der Innenstadt unter den Stichworten Kultur und Genuss. Künftig soll der Büchereibereich im hinteren Teil des rund 85 Quadratmeter großen Ladenlokals eingerichtet werden. Schon kurz nach Neujahr werden die Kisten gepackt, kündigt Ursula Kurzweg an, vom 9. bis 13. Januar ist der Umzug geplant. Für die Galerie ist die Eröffnung Anfang Februar vorgesehen.

"Wir suchen nun Kontakt zu Menschen in Stadt und Region, die Bilder von Leo Küppers besitzen und sie eventuell für die Ausstellung zur Verfügung stellen", sagt der pensionierte Real- und Gesamtschullehrer Walter Kurzweg. Ihm selbst gehören vier Gemälde, auch Heimatvereinsvorsitzender Sepp Becker besitzt ein Küppers-Bild. Kurzweg hat auch Verbindung aufgenommen zu Dr. Leo Küppers, dem Großneffen des 1946 verstorbenen Künstlers, der dessen Archiv und Nachlass verwaltet. Vielleicht bietet sich dadurch die Chance, Leben und Werk von Leo Küppers künftig in seiner Geburtsstadt intensiver vorzustellen.

Nach seinen Studien an diversen Akademien und Reisen in die Kunstzentren Europas fand Küppers in Düsseldorf seinen Lebensmittelpunkt, unter anderem als gefragter Porträtist des gut situierten Bügertums.

Zum Gespräch hat Walter Kurzweg zwei seiner Küppers-Gemälde mitgebracht, die einen Eindruck vom breiten Themenspektrum des Künstlers geben: "Der Geiger", ein Bild aus Küppers Düsseldorfer Zeit in den 30er Jahren im Stil der niederländischen Altmeister, und "Jesus vor Pilatus" von 1905, ein Gemälde, das wohl in München entstanden ist, wo Küppers ab 1902 Christliche Kunst an der Akademie studierte.

Kontakt: Walter Kurzweg, Telefon 0175 82333405; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Maler Leo Küppers 1880 - 1946

Biografisches Mit 17 Jahren begann Küppers ein Studium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf mit dem Ziel, Zeichenlehrer zu werden. Später nahm er Aufträge als Theatermaler in Düsseldorf, Dresden und Thüringen an. Ab 1901 studierte er an den Akademien Karlsruhe und München, wo er sich besonders mit religiösen Themen beschäftigte. Es folgten Studienreisen in die Niederlande, von deren Kunstgeschichte sich Küppers inspirieren ließ, und nach Paris, später auch in die Kunstzentren Wien, Rom und Venedig. Nach freiwilliger Kriegsteilnahme am 1. Weltkrieg folgte die prägende Zeit an der Düsseldorer Kunstakademie als Meisterschüler des Professors Eduard Gebhardt. Küppers' Themenspektrum umfasst Bibelmotive, vielfältige Alltagsszenen und Genremotive, Bildnisse und Landschaften.

Quelle: RP vom 28.12.2016

Geschäfts- und Spendenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:  
Kreissparkasse Heinsberg ● IBAN DE03 3125 1220 0002 2043 60 ●  BIC WELADED1ERK

Fahrtenkonto des Heimatvereins Wassenberg e.V.:
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