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Sänger: Karl Lieck

 

Mehrtagesfahrten nach Hildesheim vom 29.8. bis 1.9.2017 und vom 26. bis 29.9.2017

Unter dem Motto "Weltkulturerbe, Märchenstädtchen, Schlösser & Blütenpracht" hatten wir angekündigt, allen Interessenten möglichst viel Sehenswertes in Niedersachsens Städten zu zeigen. Insgesamt 87 TeilnehmerInnen hat unser Angebot gefallen und sind mitgefahren.

Noch vor Tagesanbruch sind wir jeweils am Zentralen Omnibus Bahnhof in Wassenberg gestartet. In Göttingen wurde ein Zwischenstopp eingelegt, um das meistgeküsste Mädchen der Welt zu sehen - das Gänseliesel. Göttingen war u. a. auch Wirkungsstätte der Gebrüder Grimm oder von Heinz Erhardt, um nur wenige zu nennen. Dann ging die Fahrt weiter nach Hildesheim, unserer Hotelunterkunft für die nächsten Tage. Dort wurden wir schon gleich von GästeführernInnen erwartet, die uns die Michaeliskirche und den Dom zeigten - 2 Weltkulturerbe und ganz außergewöhnliche Kirchengebäude mit sehr unterschiedlichem "Charakter". Ein Gang durch die Hildesheimer Altstadt, der Besuch des Grabes von Professor Dr. Heribert Heinrichs, Ehrenbürger der Stadt Wassenberg, und ein gemeinsames Abendessen rundeten diesen ersten Tag der Reise ab.

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Hannover gefahren, und zwar zunächst zu einer Führung im Schloss Herrenhausen mit anschließendem Rundgang durch wunderschöne Gärten und Parkanlagen mit vielen detaillierten Erklärungen über deren Geschichte und Entstehung. Während eines Rundgangs und auch Rundfahrt bestand dann Gelegenheit, sich die Stadt Hannover anzusehen oder sich die Zeit am Maschsee zu vertreiben. Konnten wir uns in der Marktkirche St. Marien und dem neuen Rathaus die Gebäude im einzelnen erläutern lassen, so bestand beim alten Rathaus nur Gelegenheit einer Besichtigung von außen - 3 Gebäude mit sehr unterschiedlichem Geschichtshintergrund. Das Stadtbild selbst war größtenteils geprägt durch die verheerenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg und vom Wiederaufbau mit allen seinen "architektonischen Sünden".

AmTag 3 war die Reisegesellschaft eingeladen zu einer Fahrt nach Braunschweig. Während einer Stadtrundfahrt konnte man von einer Stadtfüherin viel Interessantes erfahren über die Ursprünge der Stadt, die bis in das frühe 9. Jahrhundert zurückführen. Maßgeblich entwickelte sich die Stadt aber während der Herrschaft von Heinrich dem Löwen. Sie wurde mächtige und einflussreiche Handelsmetropole, die später auch der Hanse angehörte - man konnte sich vor Ort überzeugen. Der Dom, das Standbild des Braunschweiger Löwen und die Burg am Burgplatz vereint boten reichlich Gelegenheit, Geschichtliches zu erkunden. Nachmittags führte unsere Fahrt zur Lessing-Stadt Wolfenbüttel, ein Kleinod mit vielen Sehenswürdigkeiten. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1118 als Wasserburg wurde sie später Festungs- und Residenzstadt der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg. Während einer Spontan-Führung des Küsters der Marienkirche - sie ist eine der großen Kirchen des Braunschweiger Landes - konnten wir auch noch so einiges erfahren, u.a. über das Wirken des Michael Praetorius, herzoglicher Hofkapellmeister in Wolfenbüttel. Vollgepackt mit vielen erfreulichen Eindrücken fuhren wir am späten Nachmittag zurück nach Hildesheim.

Der Aufenthalt in Niedersachsen ging jeweils am 4. Reisetag zu Ende. Auf der Heimfahrt stand dann noch der Besuch der Landesgartenschau in Bad Lippspringe auf dem Programm. Die Reisegruppen hatten vor Ort genügend Zeit, die Schönheiten der Natur in einem sehr schön angelegten Park-, Garten- und Waldgelände zu bestaunen, dem Namen der Stadt auf den Grund zu gehen oder die Seele baumeln zu lassen.

Zwei schöne und ereignisreiche Fahrten 2017 gingen für beide Reisegruppen des Heimatvereins mit der letzten Etappe nach Wassenberg zu Ende...

Waltraud Kurth

 

© DiWa Schloss Richmond, Braunschweig
© DiWa Schloss Richmond, Braunschweig
 
© DiWa Schloss Richmond, Braunschweig
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