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Sänger: Karl Lieck

„Hamburg hat seine Elbphilharmonie, Heinsberg sein Begas Haus und wir haben unser Leo-Küppers-Haus. Und darauf sind wir stolz“, scheute Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens die ganz großen Vergleiche nicht.

Und tatsächlich bildet die Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses in der Roermonder Straße 5 im Geburtshaus des Wassenberger Malers Leo Küppers (1880-1946) einen markanten Baustein in der Entwicklung Wassenbergs zur Kunst-, Kultur- und Genuss-Stadt.

Gute Laune bei der Eröffnung: Ursula und Walter Kurzweg (Mitte) begrüßten zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens (links) viele Gäste. Fotos: Küppers
Gute Laune bei der Eröffnung: Ursula und Walter Kurzweg (Mitte) begrüßten zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens (links) viele Gäste. Fotos: Küppers

Im Leo-Küppers-Haus werden elf Werke des Wassenberger Malers als Dauerausstellung zu sehen sein. Weitere Gemälde, vornehmlich aus der Düsseldorfer Malerschule, werden darüber hinaus zum Kauf angeboten.

Gleichzeitig feierte hier die Bürgerbücherei „Bücherkiste“ ihre Wiedereröffnung. Auch das Engagement des ehrenamtlichen Bücherei-Teams, dessen Wirken in den bisherigen zehn Jahren bereits mit mehreren Umzügen verbunden war, lobte der Bürgermeister. Wie Ursula Kurzweg mitteilte, können in der Bücherkiste zwischen 3.500 und 4.000 Bücher sowie Hörbücher ausgeliehen werden, eine Kinder- und Jugendabteilung befinde sich im Aufbau.

Das harmonische Miteinander von Bücherkiste und Galerie deutete sich schon bei der Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses an.
Das harmonische Miteinander von Bücherkiste und Galerie deutete sich schon bei der Eröffnung des Leo-Küppers-Hauses an.

Die Ausstellung und die Galerie werden betrieben in Kooperation vom Heimatverein Wassenberg, dem Galeristen Walter Kurzweg und der Bücherkiste Wassenberg mit Unterstützung seitens der Stadt Wassenberg. Walter Kurzweg stellte aus seiner Sammlung ebenso Werke von Leo Küppers für die Ausstellung zur Verfügung wie das Heinsberger Museum Begas Haus und die Kreissparkasse. Kurzweg erzählte, er habe selbst schon früh angefangen, „Küppers zu sammeln“. 21 Jahre sei es her – zum 50. Todestag von Leo Küppers – dass es im März 1996 in Zusammenarbeit mit dem Optiker Detlef Rick eine erste Küppers-Ausstellung mit 14 Küppers-Werken in Wassenberg gegeben habe. Zehn Jahre später habe die Kreissparkasse eine Küppers-Ausstellung mit 18 Werken gezeigt. Schon damals sei angemahnt worden, die Erinnerung an den Wassenberger Maler in einer Dauerausstellung lebendig zu halten.

Wiederum gut zehn Jahre später habe Walter Kurzweg mit diesem Anliegen nun „ganz viele offene Ohren und helfende Hände gefunden“, die Eröffnung einer Galerie im Geburtshaus des Malers zu verwirklichen. Mit der Idee, die Bücherkiste einzubinden und das Haus gemeinsam zu nutzen, habe er die Unterstützung von Stadt und Heimatverein gefunden, bedankte sich Walter Kurzweg. In Form der engen „Petersburger Hängung“ könne man bis Mitte März auf wenig Fläche 20 Werke des Künstlers präsentieren, darunter „Der Gemeinderat“ und „Der Künstler im Louvre“, Menschen am Arbeitsplatz, Porträts und Wassenberger Ansichten. Walter Kurzweg hofft, dass die Dauerausstellung sich in Zukunft erweitern lasse. „Bieten Sie uns Werke von Leo Küppers an – als Dauerleihgabe oder zum Kauf. Wir werden einen Weg finden“, warb er schon am Eröffnungstag für die Sammlung im Leo-Küppers-Haus. „Kommen Sie später noch einmal zu uns, um sich die Werke in aller Ruhe anzuschauen. Das ist heute bei so vielen Gästen sicherlich nicht möglich“, lud Walter Kurzweg am Eröffnungstag ein.

Walter Kurzweg stellte den Gästen einige Werke von Leo Küppers vor.
Walter Kurzweg stellte den Gästen einige Werke von Leo Küppers vor.

Sepp Becker betonte, es liege dem Heimatverein daran, die Geschichte der Stadt lebendig zu halten. Die Dauerausstellung in der Galerie werde sich mit den Ausstellungen im Bergfried bestens ergänzen. Die Öffnungszeiten seien bereits abgestimmt worden. Bürgermeister Manfred Winkens meinte, auf dem Weg zur Kunst-, Kultur- und Genuss-Stadt habe Wassenberg schon viel erreicht. „Auf der Graf-Gerhard-Straße werden wir das im nächsten Jahr fortsetzen. Nach dem Umbau wird es richtig, richtig schön und gemütlich. Der Umbau lohnt sich“, so der Bürgermeister, der überzeugt ist, dass es nach der Neugestaltung schon bald keine Leerstände mehr geben werde.

Quelle: Wassenberg Aktuell vom 12.3.2017

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