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Kategorie: Geschichte
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Marktsäule

Marktsäule

Marktsäule

Wassenberger Marktsäule errichtet

Von: Karim Klimmeck, Aachener Zeitung vom 17. Juni 2003

„Durch Eintracht wächst das Kleine, durch Zwietracht verfällt das Große”.

Mit dieser antiken Deutung des Staats- (und Bürger)-Wohls verband Hanns Heidemanns, Ehrenbürger der Stadt Wassenberg, seine Wünsche „für alle Bürger dieser Stadt, damit sie hier in Freiheit und Wahrung ihrer Rechte leben können”, in der Festrede zur Einsegnung der „Marktsäule” auf dem Roßtorplatz.

Die mittelalterliche „Marktsäule” soll erinnern an die Stadtrechte seit 1273, an den Bürgerfleiß mit eigenen „Marktrechten” in einem Marktflecken, der Mittelpunkt eines großen Verwaltungsbezirkes mit Sitz auf der Burg Wassenberg war.

Die „Marktsäule” von 2003 soll symbolisieren, dass mittelalterliche Gerichtspraxis überwunden ist und das Miteinander der Bürger nicht mehr von religiösen oder konfessionellen Gegensätzen bestimmt wird.

Bezeichnend für diesen Wandel war die Einweihung der Säule durch Propst Rainer Mohren von St. Georg Wassenberg und Pfarrer Titus Reinmuth für die evangelische Gemeinde.

Pfarrer Reinmuth: „Die Zeit des „Poals” (des Schandpfahls) ist längst vergessen. Wir wollen in die gemeinsame ökumenische Zukunft schauen, und dazu kann ein Blick auf die Marktsäule nur ermuntern und unterstützen”.

Heimatvereinsvorsitzender Karl-Heinz Geiser „berichtete” vom Entstehen der Marktsäue. Sie ist ein Geschenk von Hanns Heidemanns anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerrechte. Die Säule aus belgischem Granit stammt aus einem ehemaligen Kloster in den Ardennen. Das Kapitell stammt aus Frankreich.

Steinmetzmeister Olaf Rademacher aus Heinsberg-Kempen überarbeitete das stark mitgenommene Kapitell und befestigte es auf dem Säulenschaft, der ein kleines Kupferdach mit einem „Knauf” trägt. Der Säulenschaft wurde achteckig angeschliffen auf einem stark fundamentierten Sockel aus belgischem Granit angebracht.

Im oberen Drittel ist das Stadtwappen mit dem doppelgeschweiften Limburger Löwen aus dem Jahre 1273 zu sehen. Es wurde aus stark patinierter Bronze gefertigt nach dem Entwurf des Künstlers Frans Couvée aus Waldfeucht. Karl-Heinz Geiser dankte den Spendern und allen beteiligten Firmen und Persönlichkeiten für ihre Unterstützung.

Der MGV 1860 Wassenberg und Karl Lieck trugen mit ihren Liedern zum heimatlichen Atmosphäre dieser Feierstunde bei.

 

 Der Münzer

Der Münzer

Projekt "Der Münzer"


 

Oskar von Forckenbeck

Oskar von Forckenbeck

Leidenschaft für Zeitungen (Rheinische Post vom 22.10.2010)

Wichtige Vorarbeit für die Wissenschaft geleistet (Rheinische Post vom 22.10.2010)

Prof. Dr. Heribert Heinrichs - Oskar von Forckenbeck

Oskar von Forckenbeck in der Wikipedia

Der Privatgelehrte und Sammler Oskar von Forckenbeck

 

Kapuzinerkloster

Kapuzinerkloster


 

Weber-Denkmal

Weber-Denkmal

Ein Denkmal schon zu Lebzeiten (Heinsberger Zeitung vom 24.10.2012)

 

Bergmanns-Denkmal

Bergmanns-Denkmal

Bergmann ist zum Denkmal geworden

Heinsberger Zeitung vom 22. November 2007

In Bergmannskluft, flankiert von einem rostigen Abbauhammer, seinem Handwerkszeug beim Kohlenabbau, steht der „Bergmann” aus Bronze an der Abzweigung Gladbacher Straße/Am Waldrand.

Er steht hier zum Erinnern und Gedenken an zahlreiche in der Wassenberger Feierabendsiedlung wohnende Bergleute, die einen der schwersten und kraftraubendsten Berufe überhaupt generationenlang ausgeübt haben.

Eine Abordnung des Knappenvereins Hilfarth, der frühere Arbeitsdirektor Preuß und der heutige Ehrenvorsitzender des Fördervereins Museum Schacht 3, Franz-Josef Sonnen, sowie weitere Vertreter des Bergbaus waren zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens und Fraktionsmitgliedern des Stadtrates an diesem kalten Novembermorgen in die Oberstadt gekommen.

Beeindruckend war die Beteiligung der Mitglieder der Marien-Schützenbruderschaft aus der Oberstadt mit ihrem Vorsitzendern Richard Essers und ihrem Präses Pfarrer Heinz Portz.

Sie alle begrüßte der jetzige Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Wassenberg, Karl-Heinz Geiser, der zusammen mit dem Bruderschaftsvorstand für dieses Denkmal beim 100-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Wassenberg vor genau zehn Jahren bei der Enthüllung des „Weber und Färber”-Denkmals am Wassenberger Rathaus die Weichen legte.

In beiden Fällen war es der gleiche Grundgedanke gewesen: Einem Berufsstand ein Denkmal zu errichten, der generationenlang bedeutsam und maßgeblich das Arbeits- und Wirtschaftsleben ausgemacht hatte. Die Verwirklichung des „Bergmanns” war aus finanziellen Gründen von langer Dauer, denn die Bruderschaft hatte zunächst ihr eigenes Schützenhaus neben der Marienkirche zu verwirklichen.

Karl-Heinz Geiser dankte den vielen Institutionen und Privatleuten, die durch ihre Spende die Realisierung des Denkmals ermöglicht hatten. Ein besonderer Dank ging auch an die Bruderschaftsaktiven Richard Essers, Jürgen Grassmann, Karl-Heinz Johnen, Helmut Jütten, Peter Kohlen, Theo Louis, Hermann-Josef Schmitz, Willi Semleit (der auch Modell gestanden hat) und Walter Senk.

Mehrere Firmen und Handwerksbetriebe hatten geholfen bei der Vorbereitung des Denkmalsockels. Und das alles in solidarischer Zusammenarbeit. Der Bergmannsgruß „Glück auf!” beschloss die Ansprachen von Karl-Heinz Geiser und Bürgermeister Winkens, die auch an den besonderen Einsatz der Bergleute nach dem Krieg 1945 erinnerten, als es kaum Wärme und fast nichts zu essen gab.

Die Feierstunde beschloss ein Zusammensein der Bruderschaftsmitglieder mit den Knappen im neuen Schützenheim. Beeindruckend war auch die Hinführung des niederländischen Künstlers Frans Couvéé, der selber einmal im Bergbau unter Tage gearbeitet hatte.

Ein Denkmal für die Bergleute (Wassenberg Aktuell vom 25.11.2007)

 


 

Die Wassenberger Elle

Die hiesigen Handstuhlweber haben ihre Ware seit 1753 dem Baujahr des alten Rathauses an einem eisernen Ellenmaß gemessen. „Die Wassenberger Elle“ stand in ihrer Länge seit Jahrhunderten unverrückbar fest. Sie war zwei Fußlang, exakt 64 cm. Am alten Rathaus befand sich bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts eine Eisenstange in der Länge der Wassenberger Elle an der die Weber ihre Bänder abmessen oder ihre eigenen Maßstäbe überprüfen konnten.

Neben dieser Elle stand auf Holz eingeschnitzt folgender Text:

„Dit ist die wassenberghe Ellen lang die wir gebruchen zullen ohne arglist. Dat hant wy gelaft unss heren godz.“

Übersetzt heißt das: „So lang ist die Wassenberger Elle, die wir gebrauchen sollen ohne Arglist – ohne Betrug – was wir Gott gelobt haben.“

Auszug aus:

„Die Geschichte der Textilindustrie und Hauswebereien im Raum Wassenberg von Jakob Wolters – 2006“

Heute hängt die „Wassenberger Elle“ im Eingangsbereich des neuen Rathauses.

Wassenberger Elle
Wassenberger Elle

 

Tafel
Tafel